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Einleitende Bemerkungen. -
Nordamerika concentriren sich die Erfindungen und Verbesserungenfast ausschliesslich auf das, was diesen dient, und kein Land hat sozweckmässige, bei verhältnissmässig kleinen Kegeln doch so leserlicheund frei erscheinende Schriften aufzuweisen wie Amerika. In Mannig-faltigkeit der Accidenzschriften, ganz besonders der Schreibschriften,übertrifft Amerika England ausserordentlich und stehen deshalb auchdie amerikanischen und deutschen Sehriftgiessereien in einem sehr leb-haften Verkehr, hauptsächlich auf Tausch der Matrizen absehend.Ueberhaupt kann man wohl sagen, dass ein mehr germanischer Ductusdurch die amerikanische Buchdruckerei geht. Ein mit Antiquaschriftin Deutschland gedrucktes Buch ähnelt mehr einem in Amerika gedruck-ten, als einem, welches seinen Ursprung in Frankreich oder Englandhat. Die amerikanischen Werke haben nicht das streng Puritanischeder englischen und heimeln den Deutschen mehr an. In der jüngstenZeit haben amerikanische Buchdrucker, weil die enormen Abgaben dieSchriften in Amerika so sehr verteuerten, es versucht, diese in Eng-land, namentlich aber Schottland giessen zu lassen, ja selbst Schrift-giessereien dort anzukaufen und Werke stereotypirt einzuführen.
Dass England in Indien, Ostasien, Australien seinen typogra-phischen Einfluss geltend gemacht hat, wie Frankreich, Spanien undPortugal in Südamerika, ist in den Verhältnissen begründet, ebenso,dass wir nicht berechtigt sind, von dort aus Erzeugnisse zu erwarten,die ein ausserge wohnliches Interesse dar bieten- • Es zeigt sich jedoclifast überall ein rüstiges Vorwärtsstreben.
Wie dies Vorwärtsstreben, welches sich überall kundgiebt, durchdie jüngeren Schwestern der Typographie kräftigst unterstützt wird,wie die Leistungen dieser jüngeren Schwestern oft die der älteren inSchatten zu stellen drohen, wie sie alle zu dem Wettkampfe durch dieVerbesserungen in der Fabrikation der benöthigten Stoffe, Maschinenund Utensilien ausgerüstet werden, wird zum Theil weiter unten zuerwähnen sein, zum Theil geht es aus den Berichten über die anderenEingangs erwähnten Gruppen hervor.
Ist das Ausstellen so gut wie das Annonciren eine Kunst, die fürden geschäftlichen Erfolg von grosser Bedeutung sein kann, so dürfte esseine Berechtigung haben, wenn wir, bevor wir an die Besprechung derAusstellungen der einzelnen Länder gehen, im Allgemeinen ein Wortüber die Art des Ausstellern seitens der Ausüber der graphischen Künstesagen und uns vor Augen führen, wie diese Ausstellungskunst in Wiengeübt wurde. Nicht die Lust zukritisiren leitet uns dabei, wir wissen