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1 (1874)
Entstehung
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573
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Section IV. a. Seide und Seidengespinnste.

Mit grossem Interesse' wurden besonder^ die Leistungen der vor-hin erwähnten Musteranstalten untersucht, und die Hoffnung ausge-sprochen , dass es den Anstrengungen der japanesischen Regierunggelingen möge, den japanesischen Seiden wieder das Vertrauen der ver-lorenen europäischen Kundschaft durch Lieferung reeller Seiden zurück-zugewinnen.

Ostindien. Es ist zu beklagen, dass dieses für die Seiden-production so bedeutende Land keinen Anlass genommen hatte, dieAusstellung so zu beschicken, wie es der dortigen Industrie entspricht.

Die Regierungsausstellung oder besser die Ausstellung der Local-comites von Indien lieferte kein richtiges Bild derselben. Die Seiden,Gregen, dieses Landes sind in zwei Kategorien zu bringen.

1) Die Seiden der Hausindustrie der Eingeborenen Indigenes oderNatives.

2) Seiden der von Europäern eingerichteten und geleiteten Eta-blissements.

Unter den letzteren sind besonders die Surdah, welche je nachihren trade marks verschiedenen Werth haben, dann die Commercolly,Rangamatty, Radnagore, Cooldah u. s. w. zu erwähnen. Dieselben die-nen in der Fabrikation vielfach als Ersatz für europäische Seiden.

Die einheimischen natives sind wesentlich unegaler, unreiner, grö-ber und werden mit wenigen Airsnahmen zu untergeordneten Zweckenvon der englischen Industrie verwendet.

Die mehrfachen jährlichen Seidenernten theilen sich in solcheder trockenen und der Regenzeit. Das Product der ersteren ist kräf-tiger, von mehr hochgelber Farbe und dadurch höher im Werthe wieletzteres.

Es ist eine Eigenthümlichkeit der ostindischen Seiden, dass sie,mehr als andere, Farbstoffe einzusaugen vermögen.

Ein sehr bedeutender Exportartikel nach Europa sind die Dechets,Abfälle der Spinnereien, welche zur Herstellung der Schappe- undPhantasiegespinnste dienen. Auch diese werden vorzugsweise in Eng-land verarbeitet. Cocons perees und Cocons doubles (2 Crysalidenenthaltend) aus Indien kommen hauptsächlich in Frankreich zur Ver-arbeitung.

Der Totalexport von Gregen betrug im Jahre 1872 594 000 Kg,also um ein Geringeres weniger als die gesammte französische Seiden-production von 1872.