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Gruppe V. Textil- und Bekleidung»-Industrie.
pel). Kosten sowohl wie Mühe stehen zu den durch die grosse Maass-nahme sich ergebenden Vortheile in einem völlig untergeordneten Ver-hältnisse.
6. Für die Durchführung empfiehlt sich die Verbreitung derCongressbeschlüsse im Wege der Presse, die Mitwirkung der Gewerbe-vereine, Waarenbörsen, Handelskammern, kaufmännischen Körperschaftenund Vereine, die Aufnahme in Usancen, eventuell die Unterstützungdurch gesetzliche Bestimmungen. Die wirksamste Maassnahme istjedoch die Einführung durch die Spinner im Wege freiwilligen Ueberein-kommens.
Von und aus dem Congresse wird ein aus wenigstens sieben Mit-gliedern bestehendes internationales Comite gebildet, dessen Mitglieder,vom Jahre 1874 ab, jährlich mindestens einmal zusammentreten, umdas bereits Ausgeführte zu constatiren und die weiterhin angezeigterscheinenden Maassnahmen vorzukehren.
Ausserdem lagen dem Congresse von den zur Betheiligung andemselben aufgeforderten Handelskammern mehrere gedruckte Separat-vota vor. Unter denselben ist zu erwähnen: der Bericht der Handels-kammer zu Mühlhausen (Separatabdruck aus den Bulletins de la Societeindustrielle de Mulhouse), der sich in sehr eingehender Weise mit derFrage der einheitlichen Garnnumerirung beschäftigt und zu Resulta-ten gelangt, die, wenn sie auch im Allgemeinen mit den Anträgen desComites übereinstimmen, doch in einzelnen und nicht unwesentlichenPunkten von denselben abweichen.
Unter voller Anerkennung der Unzuträglichkeiten, welche die ver-schiedenen Numevirsysteme verursachen, spricht die Handelskammerdie Ansicht aus, dass — welches System auch immer angenommenwürde —• es unter allen Umständen basirt sein müsse auf der Zahlder Längeneinheiten, die in einer Gewichtseinheit enthalten sind. Siehält es ferner für nothwendig, ein einheitliches System für alle Spinn-stoffe aufzusuchen und findet das metrische System seiner Verbreitungund Einfachheit wegen berufen, die Basis eines solchen Systems zu bil-den. Zur möglichsten Vermeidung der Unbequemlichkeiten, welche dieUmgestaltung herbeiführen würde, erklärt sie es für angemessen, dasssich die Längeneinheiten der Faden und die Haspelumfänge so wenigwie thunlich von den gegenwärtig in Gebrauch befindlichen Dimen-sionen entfernen mögen. Auf die Wahl eines speciellen Systems nähereingehend, kommt sie zu dem Schlüsse, dass das gegenwärtig in Frank-reich für die Baumwolle in Gebrauch befindliche System, welches dieNummer nach der Anzahl der Strähne von 1000 m, die auf ein halbesKg (500 g) gehen, bezeichnet, das praktischste und für alle Spinnstoffeanwendbar wäre und empfiehlt dessen Einführung. Sollte jedoch dieAdoption des halben Kg auf Schwierigkeiten stossen, und die Annahmedieses Systems von der Wahl des Kg abhängig gemacht werden, so