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Section III. Leinenwaaren. I. Garnnumerirung.
3. Wenn dies nicht ausführbar ist, könnte doch für einige Ge-spinnste ein gemeinsames Numerirungssystem aufgestellt werden,oder empfiehlt es sich, für jedes derselben ein eigenes System aufzu-stellen ?
4. Welches Numerirungssystem ist, resp. welche Numerirungs-systeme sind aufzustellen?
5. Welche Schwierigkeiten stellen sich der Einführung der beabsich-tigten Neuerung in den einzelnen Gespinnstgattungen entgegen unddurch welche Maassnahmen wären dieselben zu beseitigen?
6. Welche Mittel sind anzuwenden, um das als wünschenswerthErkannte durchzuführen?
Das Vorbereitungscomite hat sich mit der Beantwortung dieserFragen beschäftigt und dem Congress einzelne, auf dieselben bezüglicheAnträge unterbreitet, die es in einem sehr dankenswerthen und sorg-fältig ausgearbeiteten Expose näher motivirt hat. Diese Anträge lau-ten : Der Congress wolle aussprechen resp. beschliessen:
1. Die gegenwärtig hestehenden'Garnnumerirungssysteme erschwe-ren und belästigen den Verkehr. In Anbetracht, dass Garne heute'ein Artikel des internationalen Verkehrs geworden sind und diesersich mit jedem neuen Schienenstrange, jeder neuen Telegraphenleitung,jeder Weltausstellung vervollkommnet, ist es in hohem Grade wün-schenswerth , die Beseitigung des bemerkten Hemmnisses mit allerKraft anzustreben. Gerade aber die Gegenwart erscheint hierfür an-gezeigt, weil in ihr das sich bereits über eine Reihe von Staaten er-streckende Geltungsgebiet des metrischen Maass- und Gewichtssystemsum ein neues 40 Millionen Bewohner zählendes Productionsgebiet ver-grössert wurde.
2. Es erscheint bei richtiger, der Natur der Spinnstoffe entspre-chend getroffener Wahl der Maass- und Gewichtseinheiten, möglich,sämmtliche Spinnstoffe nach demselben Principe zu numeriren.
3. Als dieses einheitliche Numerirungsprincip empfiehlt sichfolgendes:
Die Nummer wird durch die Anzahl von Metern gegeben, welcheauf Ein Gramm, Deka-, Hecto- oder Kilogramm gehen.
In Anbetracht, dass die Verkehrseinheiten der Garne vom Numeri-rungsprincipe unabhängig und hei Aufstellung derselben technischeMomente zu berücksichtigen sind, werden die verschiedenen Garne wiebisher theils nach Länge, theils nach Gewicht in den Verkehr gebracht.
4. In Bezug auf die Weifenlänge empfehlen sich
a. für Leinengarne und Jutegarne 2 V 2 m,
b. für Kamm-, Streich-, Seiden- und Baumwollgarne l 1 /^ m.
5. Die dm’ch eine neue Numerirung bedingten Veränderungenan den mechanischen Vorrichtungen sind höchst unbedeutend. Siebestehen in der Beschaffung neuer Sortirwagen, einer neuen Weife (Has-