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1 (1874)
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Section III. Leinenwaaren. Die Jute-Industrie.

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rohen Jute bis zu den Feingespinnsten, sowie eine reiche Auswahl derverschiedensten Jutestoffe gesandt hatte, zu erwähnen; neben ihr dierheinische Jutespinnerei und Weberei in Cöln.

Aus verschiedenen Colonien Englands, der Niederlande und ausAlgier war eine Anzahl neuer Faserstoffe gesandt worden, über derenindustriellen Werth noch kein sicheres Urtheil gefällt werden kann,die aber mit grossem Danke gegen die Einsender erwähnt zu werdenverdienen. Dr. Cooke vom indischen Museum in London hat werth-volle Sammlungen neuer Faserstoffe geliefert, verschiedene indischeComites und indische Fürsten hatten interessante Einsendungen gemacht.Herr Cornelius Thor ne in London hatte Phormium tenax geliefert,in dessen Verarbeitung er mit Hilfe schottischer Spinner grosse Ver-besserungen zu Wege gebracht hat, auf welche wir besonders hinweisen,weil sie der Anfang wichtiger Fortschritte sein können. Aus Algiersind von Baron Jean de Bray Ramiemuster gesandt, die Beachtungverdienen, umsomehr als in Algier schon grössere Flächen mit Ramieangepflanzt sein sollen.

Von Fabrikaten aus anderen Pflanzenfaserstoffen sind zu erwähnen:Aus Algier waren ausgezeichnete Sammlungen von sogenanntem vege-tabilischen Rosshaar (crin vegetal) in der Ausstellung, wovon die Fir-menAglave, Arles Dufoul&Co., Averseug undGiraud freresfür Millionen fabriciren. Dieser wichtige Handelsartikel wird aus einerfrüher fast lästigen Pflanze, der Zwergpalme (palmier nain), gewonnenund ähnliche Producte aus Alfa. Für die Nutzbarmachung dieser beidenPflanzen hat sich Ingenieur Jus in Batna grosse Verdienste erworbenund jetzt verarbeitet das Haus Averseug in Algier allein 7 000 000 Kgvon palmier nain. Schöne Sammlungen von Matten, Treppenläufernund allerlei kleinen nützlichen Artikeln hatten Andre Gourdonnieraus Fontaine (Frankreich), dann deutsche Häuser: A. B o r k in Stettin,zwei Firmen aus Rüttelsheim und verschiedene andere Fabrikantengesandt. Spanien hatte prächtige Mattensammlungen, auch Belgienschöne derartige Fabrikate geliefert.

Ebenso wie die heute so grossartige Anwendung der Jute haupt-sächlich von der ersten Ausstellung in London datirt, dürften auch inWien manche jetzt noch unwesentlich scheinende Rohproducte gewesensein, denen eine bedeutende Zukunft bevorsteht.