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1 (1874)
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Gruppe V. Textil- und Bekleidungs-Industrie.

finden auf allen Weltmärkten Käufer. E. Websky & llartmann inWüste-Waltersdorf, A. Stephan in Berlin, Martini & Co. in Augsburgund Georg Ivaess in Haunstetten haben durch ihre Ausstellung bewie-sen, welche Fortschritte in der Appretur bei uns gemacht werden. ImEisass sind Bleiche und Appretur sehr bedeutende Industriezweige;namentlich werden dort glatte, gefärbte und bedruckte Futterstoffe mitseidenartigem Appret oder mit sogenanntem Satinlustre für die Hut-fabrikation hergestellt. In der Zwirnerei sind wesentliche Fortschritteunverkennbar. Während wir noch vor ca. 20 Jahren in Näh- undStrickgarnen fast ganz vom Auslande abhängig waren, hat seitdemnicht allein die Einfuhr in Folge vergrösserter Production des Inlandeswesentlich abgenommen, sondern Sachsen, Baden, Bayern und Eisasshaben einige Artikel zu einer Vollendung gebracht, dass sie mit demAuslande erfolgreich concurriren. Die ausgestellten Waaren der Säch-sischen Nähfadenfabrik, der Dresd euer Nähmas ch inen-Zwirn -fabrik, der Zwirnerei und Näh-Fadenfabrik Göggingen so-wie Jul. Schürer in Augsburg u. a. m. zeigten von gelungensterAusführung. Ph. Barthels & Feldhoff in Barmen lieferten schönepolirte Garne, Iv. F. Iiöffer in Tannenberg ein gutes Strumpfgarn,Karl Lauezzari in Barmen türkischrothes Zeichengarn.

Besonders gut ausgeführt sind die Fabrikate von Herzog & Co.in Logelbach und Max Hauschild in Chemnitz. Eine Specialität derletzteren Firma sind die sechsdrähtigen Strickgarne (Vigogna, Estrema-dura) welche nicht allein einen grossen Absatz im Inlande finden, son-dern sich auch im Auslande eines weitverbreiteten guten Hufes erfreuen.

Die Fabrikation baumwollener Bänder ist eine ziemlich umfang-reiche ; sie wird meistens in Barmen aber auch in Baden und im Eisassbetrieben. Von dort waren glatte, geköperte und im Garn gefärbteBänder mit gezwirnter Kette in guter Ausführung ausgestellt.

Endlich sei zur Vervollständigung dieser Mittheilungen die eingeringes Interesse darbietende Fabrikation von Spindel- und Trommel-schnüren, gezwirnten, geklöppelten und geflochtenen Dochtgarnen sowieSeilerwaaren aus Baumwolle erwähnt.

Die Türkischrothfärberei in Elberfeld ist weltberühmt, undentsprachen die ausgestellten Waaren von J. C. Duncklenberg, A.Wey er mann Söhne und Joh. Fr. Wolff dem ausgebreiteten Rufederselben in jeder Hinsicht. Beachtung verdienen ferner die Erzeug-nisse von Alb. Römer Söhne in Hainsberg, welche den erstgenanntenwenig nachstehen. Nicht unerwähnt bleibe, dass die Elberfelder Tür-kischrothfärbereien jetzt mit dem besten Erfolge das künstlicheAlizarin anstatt des Krappes anwenden. Die Jury zog Muster, beidenen das künstliche Product verwendet worden ist, anderen vor, beidenen das natürliche in Anwendung gebracht war. Türkischroth glatt