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1 (1874)
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517
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Section II. Bauinwollwaaren.

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Die Ausstellung von Fr. Wolff in Gladbach u. A. giebt jedochden Beweis, dass auch unsere Fabrikanten die Bedürfnisse der Zeiterkennen und der Concurrenz nicht weichen werden. Auch in Langen-bielau in Schlesien fängt diese Industrie an, sich einzubürgern undlagen von dort gleichfalls gute Fabrikate vor. Biber, Kalmuck undBeaverteen, sowohl gefärbt als bedruckt, werden ebenfalls in und umGladbach erzeugt. Dieselben dienen ihrer Billigkeit und Dauerhaftigkeitwegen hauptsächlich zur Bekleidung der Seeleute und werden vornehm-lich nach den Seeplätzen verkauft.

Fagonnirte weisse baumwollene Waaren als Piques, Dimities, Satinswerden hauptsächlich in dem Königreiche und der Provinz Sachsen aufHand- und mechanischen Stühlen fabricirt. F. A. Mitscherlich inEilenburg hat durch hervorragende Fabrikate dieser Art seinen Huf inWien aufs Neue bewährt; auch wurden die Piques von G. F. Beck inHohenstein günstig von der Jury beurtheilt. Die Fabrikation vonTisch- und Bettdecken, sowohl weiss wie farbig, gewinnt ein immergrösseres Feld und ist der Export dieser Artikel nach überseeischenPlätzen nicht mehr unbedeutend. Diese Industrie hat vornehmlich inWürttemberg sich ausgebildet und wird meist auf Handstühlen ausgeführt.Auch in Taschentüchern, Handtüchern und Bettzeugen ist Tüchtigesgeleistet worden; die mechanische Weberei von L. A. Riedinger inAugsburg hatte gute auf Maschinenstühlen gewebte Bettzeuge aus-gestellt, auch fanden die Bettzeuge von J. Schwarz Söhne in Fulda,Gebrüder Siegel in Meiningen und Elsas & Co. in Cannstadt gün-stige Beurtheilung, dagegen ist die Barchentfabrikation noch weit hinterder österreichischen zurück.

Die Buntweberei ist auch in Deutschland noch immer ein bedeu-tender Industriezweig, wenngleich sich nicht verkennen lässt, dass siemit dem Fortschritte anderer Länder nicht gleichen Schritt gehaltenhat. So hat die Schweiz einen grossen Theil des Exportgeschäfts,welches Sachsen in diesem Artikel machte, an sich gezogen und lässtsich nicht leugnen, dass auch Oesterreich uns in dieser Fabrikationwesentlich voraus ist. Nur einzelne Fabrikanten hatten durch ihreausgestellten Waaren gezeigt, dass sie sich noch auf der Höhe derIndustrie befinden; unter ihnen nennen wir Chr. Dierig in Ober-Langen-bielau, dessen bunte Damastgewebe jedes Lob verdienen, Meyer Kauff-mann in Tannhausen, dessen Kleiderstoffe sehr schön und geschmack-voll gearbeitet sind, C. F. Neumann jr. in Eylau und H. Grüner inEbersbach; gute gemischte Stoffe waren von H. Michaelsen in Bern-stadt ausgestellt.

Bleicherei, Färberei und Appretur haben immer grössereAnforderungen zu befriedigen, und zeigt auch darin Deutschland seinezunehmende Leistungsfähigkeit. Unsere weissen und gefärbten Futter-zeuge, Shirtings, Chiffons u. s. w. erfreuen sich eines guten Rufes und