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1 (1874)
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Gruppe VI. Leder- und Kautschuk-Industrie.

Ferner erhielten die Fortschrittsmedaille: J. Leber muth & Co.und Robert Stoht in Brüssel. Beide brachten sehr schön zugerich-tete schwarze ostindische und deutsche Geisfelle in verschiedenen Nar-ben zur Ausstellung.

Frankreich. An der Spitze der Farbiglederbranche dieserNation erscheint gleich wie bei früheren Weltausstellungen das HausBayvet freres in Paris, Nachfolger von Fauler freres. Das ihmgebührende Ehrendiplom wurde ihm zu Theil. Die ausgestellten undden Preisrichtern vorgelegten farbigen Geis- und Schaffelle warengänzlich fehlerfrei.

Die Producte vonDuchesne-Hapel & fils inParis undFloquet& fils in St. Denis zeigen den Fortschritt, den diese ersten Fabrikan-ten Frankreichs in der Fabrikation farbiger und anderer Leder ge-macht haben. Während diesen die Fortschrittsmedaille zu Theil wurde,mussten sich deren Collegen J. Allain und L. Peigne & E. Chouipe,beide in Paris, mit dem Anerkennungsdiplom begnügen.

Da Portugal nur ein roth gefärbtes Fell nach Wien brachte, sokönnen wir uns mit dieser Erwähnung begnügen und zum SchlüsseEnglands Ausstellung in Betracht ziehen.

Von den drei Ausstellern gehören zwei: John S. Deed & Sonsin London und Clark Son & Morland in Glastonbury vermöge derausgestellten, prachtvollen farbigen Schafpelze zur Section II. unsererGrujope, und werden wir später darauf zurückkommen.

Uebrigens sind Deed & Sons auch hier in Betracht zu ziehen,da sie eine reiche Collection farbiger Saffiane und Schafleder von ge-lungener Arbeit zur Ausstellung brachten. Die beiden Genannten er-hielten Anerkennungsdiplome, während W. Ecroyd & Son in Londonwegen ihrer prächtig gefärbten und genarbten Bock- und Geisfelle dieFortschrittsmedaille zu Theil wurde.

Diese ausgezeichneten Fabrikanten vermögen in jeder Beziehung demschwierigen und eigenthümlichen Geschmack der Engländer durch ihreFabrikate zu entsprechen. Hier ist in den Mitteln der Fabrikationnichts gespait; die im Ueberschuss gegebene Farbe hat nicht nur dieNarbe voll gesättigt, sie hat auch das Innere des Felles durchdrun-gen. So will es der reiche Engländer und für ihn ausschliesslicharbeitet dieser Fabrikant. Das weniger bemittelte Ausland kann sichsolchen Luxus nur ausnahmsweise erlauben. Die englischen Saffianeüberschreiten deshalb nur selten die englische Grenze.

Zum Schlüsse sei es uns erlaubt einige Betrachtungen über denWelthandel des besprochenen Industriezweiges anzureihen.

Für den Bedarf in den geringeren Sorten farbigen Schafleders zuSchuhwerk und Stiefelfutter begnügen sich die meisten Länder mitdem eigenen Fabrikat. Die verschiedenen Völker Asiens und Afrikas