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1 (1874)
Entstehung
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325
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Section IV. Conserven etc. VIII. Senf etc.

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keine Nachahmung der ausländischen, ausserdem verdiente auch dieQualität seiner Fabrikate hohes Loh. Heymann Pintus in Branden-burg a. H. hatte die vorzüglichsten Proben, wohlschmeckend und halt-bar, geschickt, sehr nahe kamen die Senfe von II. Schäfer und Co. inBreslau- und von Th. Moskopf zu Fahr bei Neuwied. Die letztereFirma zeichnete sich' auch durch Sauberkeit in der Verpackung undschöne Ausstattung aus. Die deutschen Senffabrikanten haben sonachTüchtiges geleistet, die französischen Sorten mittlerer Qualität sind jetztwohl verdrängt und sogar in feineren ist die Einfuhr nicht sehr be-deutend. Doch es bleibt noch genug zu thun übrig. Der deutsche.Senf muss auch im Auslande, auf den überseeischen Plätzen auftreten,dazu gehört vor Allem die Haltbarkeit, welche noch vielfach fehlt. DieErzielung eines billigen Fabrikats darf nicht mehr so ausschliesslichden Betrieb beherrschen; schlechte Rohmaterialien, die Mehle von Hülsen-früchten u. s. w. zur Verdickung müssen verbannt werden, ebenso dieallzu scharfen Gewürze und die Industrie überhaupt eine mehr reelleGrundlage erhalten, in kurzen Worten, der Grossbetrieb muss ihreLosung sein.

In Oesterreich liegen wohl die Verhältnisse ebenso; die dortigeSenffabrikation steht, besonders in quantitativer Beziehung, entschiedengegen die deutsche zurück, ansehnliche Mengen französischer und deut-scher Fabrikate werden dort eingeführt. Acht bis neun Firmen die-ses Landes führten den Artikel vor, darunter mehrere Fabrikantenvon eingemachten Gurken in Znaim und Bisenz in Mähren. Als her-vorragend ist Zeno Gögl jun. in Krems anzuführen. Sein Etablisse-ment ist wohl das grösste dieser Art in Oesterreich; es liefert jährlichcirca 700 bis 800 Ctr. Senf und hat bereits einen ansehnlichen Exportaufzuweisen, ln der Abtheilung von Russland führte von zwei Aus-stellern der eine recht gute Senfproben vor, nach Qualität und Ausstat-tung Imitationen der französischen Fabrikate. Eine Firma aus Schwedensowie eine aus Dänemark hatten ebenfalls Senf eingesendet, beidegaben aber zu einer Besprechung keine Veranlassung.

Die für die englische Küche unentbehrlichen Saucen und die con-servirten Gewürze fanden sich in der spanischen, englischen, amerika-nischen und brasilianischen Abtheilung vor, waren auch von einigenColonien Englands und Frankreichs eingesendet worden. Meistens imVereine mit anderen Producten ausgestellt, boten sie nichts Bemerkens-werthes dar.

Die in Deutschland noch wenig bekannten Gewürzextracte (fla-vouring essences) wurden von drei deutschen und drei englischen Aus-stellern vorgeführt. Unter den letzteren befand sich John Mackayin Edinburg, erwähnenswerth wegen seiner Verdienste um die Ein-führung dieser Artikel, deren Fabrikation und Absatz in den letztenJahren in England, nach Angaben von zuverlässiger Seite, ansehnliche