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1 (1874)
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287
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Section IV. - Conserven etc. I. Die eigentlichen Conserven. 287

wasser, Wein, Branntwein und Essig, sowie mit den getrockneten com-primirten Gieinüsen als Erzeugnisse einer und derselben, wenn auchvielfach gesonderten Industrie anzusehen und zu schildern.

Grosses Bedenken konnte um so weniger das Abgehen von der obenangedeuteten, auf einer mehr wissenschaftlichen Grundlage beruhendenEintheilung hervorrufen, als wohl ohne Zweifel eine Bekanntschaft derLeser sowohl mit den Nahrungsmitteln, als auch mit den Methodenihrer Conservirung vorausgesetzt werden kann. Es bedarf wohl keinerbesonderen Begründung, wenn der Schilderung der Ausstellungsobjecteeine Besprechung des Verfahrens von Appert vorausgeschickt wird.Sehr richtig bezeichnet Professor Bauer (1), in seinem Berichte überdie Fleischconserven der Pariser Ausstellung im Jahre 1867 dasselbe,als eines der besten. Diesen Ausspruch bestätigen nicht nur die Erfah-rungen der letzten Jahre, sondern sie zeigen auch, dass diese Methodenoch am vollständigsten den, man kann wohl sagen, strengen Anfor-derungen der Consumenten zu entsprechen vermag, welche, ausser derErhaltung des Nährwerths, die möglichst wenig veränderte Beschaffen-heit der Conserven verlangen.

Die letzteren dürfen deshalb weder mit chemischen Präparaten,noch mit sonstigen, ihren Geschmack, ihr appetitliches Aussehen beein-trächtigenden Stoffen in Berührung kommen.

Ein sehr lehrreiches Beispiel bietet in dieser Beziehung die Ein-fuhr, die Verbreitung des australischen Fleischs in England, welchezuerst ihren Aufschwung nahmen, als man die Appertsche Methodezur Conservirung benutzte. Nur mit ihrer Ililfe konnte der zweitegewichtige Schritt zur Ausbeutung des Reichthums vieler Länder anSchlachtvieh, dem ersten, mittelst der Fleischextractfabrilcation voll-zogenen, folgen und der für Europa höchst bedenklichen Steigerung derFleischpreise ein, freilich noch nicht vollkommen erreichtes, Ziel gesetztwerden. Sicherlich ist damit der allgemeinen Wohlfahrt ein wesent-licher Dienst geleistet, die Bahn ist gebrochen und wenn auch bei derweiteren Entwickelung ein wohlfeileres Verfahren das Appertscheersetzt, so bleibt dieses letztere doch der Ausgangspunkt der inwirth-schaftlicher Beziehung höchst bedeutsamen Neuerung in der Fleisch-consumtion.

Seit der Pariser Ausstellung sind auf dem Gebiete der Conserven-industrie im Allgemeinen keine hervorragenden Fortschritte gemachtworden, auch die Methode von Appert erfuhr seitdem keine grossenVeränderungen, wohl aber manche nicht unwesentliche Verbesserungenbezüglich ihrer Ausführung. Es fällt ferner nicht schwer, zu constati-ren, dass fast in allen Ländern der Consum der Conserven eine erheb-liche Zunahme, eine grössere Verbreitung erreicht hat und nicht mitUnrecht führt ein Abdruck verschiedener, zuerst im LondonerStandard