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Gruppe IV. Nahrungs- und Genussmittel etc.
Die Rheinische Actienbrauerei in Mainz mit vortrefflichen,feinschmeckenden Proben von Fasslager- und Exportbier; die König-liche Bayerische Staatsbrauerei zu Weihenstepban (12) mit zweiProben Exportflaschenbier (eine derselben zwei Jahr alt, beide wa-ren pasteurisirt, hatten schönen Glanz und einen ausgezeichnet feinenGeschmack). Georg Pschorr in München führte drei ebenfalls p>as-teurisirte Proben von Export-, Salon- und Bockbier mit schönem Glanzeund feinem Geschmacke vor, Justus Hildebrand in Pfungstadt beiDarmstadt Lager-, Export- und Doppelbier in Fässern, sämmtlich invorzüglicher Qualität. Auch L. Müller zu Rybniack in Schlesien mitFassbier, D. H. Hinselmann zu Neumünster in Schleswig-Holstein mitExportbier, welches die Reise nach Jamaica gemacht hatte und nochvortrefflich mundete; die Brauerei von Professor Dr. Narr in Zirndorfbei Nürnberg mit vortrefflichem und tadellos gehaltenem Flaschenbierund Heinrich Weltz in Speyer mit Exportflaschenbier fanden eben-falls vollste Anerkennung.
Von den Ausstellern Italiens ist nur die Firma“ Philipp Metz-ger & Co. in Asti wegen eines sehr guten Maisbieres erwähnenswerth.
V. Presshefe.
Bereits bei Besprechung der Wiener Bäckerei wurde des Erfindersder Presshefe, Ignatz Mautner in St. Marx, gedacht. Durch die Preis-aufgabe der Bäckerinnung zu Wien veranlasst, begann er 1845 in sei-ner Brauerei die betreffenden Versuche und erhielt 1850 den ausgesetz-ten Preis zuerkannt. Er ist damit zu dem Gründer eines Industrie-zweiges geworden, welcher seitdem sowohl in Oesterreich-Ungarn alsauch im Norden Deutschlands eine grosse Verbreitung’ gefunden hat.Um von der heutigen Ausdehnung derselben einen Begriff zu geben,folgen hier einige statistiehe Angaben über die Menge der erzeugtenPresshefe von A. J. Mautner & Sohn zu St. Marx; dieselbe betrug:
1846
1852
1862
1872
724 Zollcentner.
3 80611 44531 700
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Der Rath der Präsidenten verlieh, in Anerkennung der Bedeutungdieses Industriezweiges und der Verdienste um denselben, der eben ge-nannten Firma das Ehrendiplom. Bemerkenswerth ist noch, dass in vie-len Fabriken Oesterreichs neben dem Roggen, der Mais in grossenMengen als Rohmaterial verwendet wird.