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Section III. Wein, Bier etc. III. Spirituosen.
dass sie alle übrigen weit überragten. Die Qualität der aus diesemEtablissement hervorgebenden Sprite hat sieh in der ganzen Welt einenguten Euf erworben und dieselben finden daher directen Absatz nichtnur auf den bedeutendsten Plätzen Europas, sondern auch in China undJapan, wo man den Fässern der Firma, mit ihrer wohlbekannten Markeauf den rothen Böden, ebenfalls begegnet. Die Production der beidenRectificationsanstalten des Hauses zu Berlin und Aschersleben beträgtcirca 25 Mill. 1 pro Jahr und wird wohl auch bezüglich des um-fangreichen Betriebes von keinem anderen Etablissement übertroffen.
Yon den Berliner Fabrikanten sind noch R. Eisenmann undJ.A.Gilka hervorzuheben, während die übrigen nur mittelmässige Pro-ben eingesendet hatten. Auch die Firma J. F. Höper juniorinHam-burg darf nicht unerwähnt bleiben, da sie sich aus anfänglich kleinenVerhältnissen sehr lobenswerth herausgearbeitet hat; sie liefert jetztjährlich über 4 Mill. 1 Sprit hauptsächlich für den Export. Aus-serdem hatten noch neun Aussteller Proben von Kartoffelsprit eingesen-det und zwar sechs derselben in befriedigender Qualität. Getreidespi-ritus war ebenfalls von einer Firma in Bayern eingegangen.
In Frankreich erzeugt man den Spiritus vorzugsweise aus Weinund Rüben, was bereits Fabrikant J. A. Gilka in Berlin (10) durchstatistische Angaben über die dortige Production angedeutet hat. EinVergleich der letzteren mit jener in Preussen ergiebt, dass Deutschlandin dieser Beziehung Frankreich voransteht. Im Jahre 1865 wurdennämlich in den preussischen Brennereien, nach der Menge der verarbei-teten Rohmaterialien berechnet, 2 374 076 III Spiritus von 80 Volum-procenten erzeugt, gegen 1 540881 Hl in Frankreich, mithin 833 195Hl mehr. Auch wird der deutsche Spiritus in grösseren Mengen, alsder französische ausgeführt und selbst auf den Märkten in Frankreichihm oft vorgezogen. Als Beweis mag folgende Stelle aus dem Berichtevon M. G. Claudon über die Spirituosen auf der Pariser Ausstellungim. Jahre 1867 dienen. Derselbe bemerkt: „Wir besitzen keine Ta-
belle über die Spiritusausfuhr Preussens, aber in Ermangelung solchermag die Angabe gemacht werden, dass die ganze Schweiz dem preus-sischen Markte tributpflichtig ist, dass England und Spanien aus dergleichen Quelle schöpfen. Für gewisse Zwecke geben Bordeaux, Rouenund Havre dem preussischen Producte den Vorzug, ungeachtet des bedeu-tenden Unterschiedes im Preise, indem das letztere mit Zurechnung desEingangzolles sowie der Fracht 20 bis 40 Proc. höher steht, als dereinheimische Spiritus. “
Verschiedene recht gute Proben von Spiritus aus Feigen, Getreidesowie aus Sorgho gewonnen, führte Föurnier aus Philippeville inAlgier vor. Wenig Bemerkenswerthes boten die aus Oesterreich-Ungarneingegangenen Sorten dar. Als gute Firmen sind zu erwähnen: A. Rie-merschmidt in Wien, J. Weissberger zu Kolin (Böhmen), A. Wolf
Wiener Weltausstellung. I. ]Q