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1 (1874)
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Section III. Wein, Bier etc. I. Wein.

Verfahren am meisten emjffehlen. In vielen Fällen dürfte aber derbis jetzt nicht übliche Znsatz einer geringen Menge Zucker oder unterUmständen von Sprit dem starken Schwefeln vorzuziehen sein.' DasEindampfen des Mostes ist wohl das am wenigsten geeignete Verfah-ren , und wird auch mehr und mehr in den südlichen Ländern ver-lassen.

Trübe Weine.

Das Trübwerden ist einer der am häufigsten vorkommenden Feh-ler. Bekanntlich entstehen bei längerem Lagern in jedem Weine un-lösliche , an den Fass- oder Flaschenwänden sich abscheidende Ver-bindungen, welche denselben, besonders wenn er bewegt wird, trübmachen. Allein ein gut behandelter, gesunder, flaschenreifer Weinsoll selbst unter ungünstigen Verhältnissen mehrere Monate lang sowenig Absatz liefern, dass er eine merkliche Trübung nicht erkennenlässt. Die trüben Sorten der Ausstellung schieden nun ansehnlicheMengen unlöslicher Stoffe ab, welche nicht nur diesen Fehler verursach-ten, sondern auch oft den besseren Geschmack verdeckten oder sogareinen unangenehmen bedingten. Unstreitig beeinträchtigt somit dieTrübung die Qualität und bei sonst gleicher Beschaffenheit sind helleWeine unbedingt die besten.

Zwei Ursachen des Trübwerdens wurden bereits bei den süssenWeinen besprochen, weitaus am häufigsten zeigt sich die dritte, dieEinwirkung der Luft. Bekanntlich können in Fässern versendeteWeine nicht unmittelbar nach dem Transport verwendet werden, siemüssen einige Zeit lagern, um, wie man zu sagen pflegt,auszuruhen.Bei jungen Weinen entweicht die Kohlensäure bei dem Abfüllen undTransport, der Wohlgeschmack leidet Noth, aber in den meisten Fällenveranlasst die Luft eine bedeutende Veränderung, indem sie die Ab-scheidung unlöslicher Verbindungen bewirkt. Bei demAusruhenlagern sich dieselben ab, der Wein erlangt seine früheren Eigenschaf-ten wieder, seine Klarheit und seinen Wohlgeschmack. Dabei machensich grosse Verschiedenheiten bemerkbar, während manche Sorten einebraune Färbung, eine sehr starke Trübung und einen veränderten Ge-schmack zeigen können, ist eine Veränderung bei anderen kaum wahr-nehmbar. Ohne Zweifel üben hierauf Traubensorte, Jahrgang undBodenverhältnisse einen grossen Einfluss aus. Folgende Umstände (3)bedingen aber vorzugsweise eine stärkere Trübung.

1. Waren die Trauben theilweise faul, so besitzt der daraus er-haltene Wein ein grosse Neigung, trüb zu werden und nimmt sogareme braune (fuchsige) Farbe an.