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1 (1874)
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Section III. Wein, Bier etc. I. Wein.

näher bekannter Körper (2) von starkem Geruch und Geschmack,welcher dem Weine einen leichten Beigeschmack verleiht und darinzurück bleibt, während der Schwefelwasserstoff durch das Ablassensowie durch die schweflige Säure längst entfernt ist. Gelangt alsoMost oder noch gähnender Wein in ein Fass, mit viel abg.etropftemSchwefel, so sind die Bedingungen zur Bildung dieses Körpers gegeben.In den Gegenden, wo man Weissweine producirt und sehr viel Schwe-fel verwendet, kann somit sehr leicht dieser Fehler entstehen', da mansicherlich nicht in allen Fällen den abgetropften Schwefel aus demFasse entfernt.

Viele Weine der Ausstellung zeigten einen, wenn auch schwachen,doch deutlich erkennbaren schlechten Beigeschmack, welcher über-haupt von unreinen Fässern herrühren kann, vermuthlich aber oft aufden Schwefel zurückzuführen sein dürfte. Dafür spricht nämlich dieErfahrung, dass gerade in Ländern, wie in Frankreich, Algier, wo vielSchwefel in Anwendung kommt, ziemlich häufig ein solcherBeigeschmackbeobachtet wird.

5. Süsshalten durch Zusatz von Zucker.

Als das einfachste, natürlichste Mittel erscheint auf den erstenBlick, den Wein durch Zucker zu versüssen. Da indessen bei denmeisten Sorten nach Zusatz von Zucker wieder Gährung eintritt undman im Voraus nie zu beurtheilen vermag, wieviel von demselbenzersetzt wird, so ist schon eine gewisse Sachkenntniss erforderlich so-wie grosse Vorsicht geboten, um die richtige Menge Zucker im Weinezu erhalten. Das beste Verfahren besteht wohl unzweifelhaft darin,dass man den Most oder jungen Wein bei einer Temperatur von 15bis 18° C. vergähren lässt, mit einer Senkwage die Abnahme desZuckers verfolgt und nach beendigter Gährung in einer oder mehrerenPortionen kleine Mengen Zucker zusetzt, bis der Wein den genügen-den Gehalt an diesem Bestandtheil besitzt. Da dadurch alle Hefe bil-denden Stoffe nach und nach entfernt werden, so wird selbstverständ-lich nach dem angegebenen Verfahren ein sehr haltbares Producterzielt.

6. Versüssen durch süsse Weine.

Bei den hohen Weinpreisen überhaupt, bei dem erleichterten Ver-kehre und bei dem Streben auch den sogenannten trockenen Sorten einegewisse Süsse zu erhalten, oder zu ertheilen, nimmt in den nördlichenWeingegenden und besonders in Deutschland der Gebrauch überhand, aus