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1 (1874)
Entstehung
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Section III. Wein, Bier etc. I. Wein.

die Generaldirection der Ausstellung zum Oeffnen der Ivisteh nichtberechtigt war und ihr Personal unmöglich das Geschäft richtig durch-führen konnte, da dazu genaue Kenntnisse der betreffenden Producteund sonstigen Verhältnisse der verschiedenen Länder erforderlich sind.

In Betreff der Grundsätze, welche bei der Beurtheilung der Weinefestgehalten werden sollten, beschloss die Jury, nicht nur die absolutbesten Sorten auszuzeichnen, sondern auch die Verhältnisse des betref-fenden Landes mit in Berücksichtigung zu ziehen. Trübe, stichigeoder sonst kranke Weine blieben selbstverständlich von vornherein aus-geschlossen. Solche, welche in Folge einer unrichtigen Behandlungeine geringere Qualität zeigten, sollten ebenfalls keine Auszeichnungerhalten.

Noch grössere Schwierigkeiten, als die Weine, boten die Brannt-weine und die Liqueure bei der Prüfung dar, da bei ihnen sowohl derGeschmack ein sehr wechselnder ist, als auch bei der Geschmacksrich-tung der einzelnen Personen sich grössere Verschiedenheiten zeigen,als bei den Weinen. Ausserdem waren sie nicht geordnet, so dass garoft Proben von sehr verschiedenem Geschmack und bedeutend unglei-cher Stärke nach einander versucht werden mussten.

Bei ihnen wurde ebenfalls der Grundsatz festgehalten, dass alleFlüssigkeiten keine Auszeichnung erhielten, welche einen deutlicherkennbaren Fehler besassen, wie z. B. den Geschmack von schlechtemSprit, die Trübung anstatt der Klarheit, einen fremden Beigeschmack,ferner bei Liqueuren mit verschiedenen Gewürzen das allzustarke Her-vortreten eines einzelnen u. s. w.

Bei der Prüfung des Weingeistes brachte man, wie bekannt, einigeTropfen auf die Hand und beurtheilte den Geruch, nachdem die Ver-dunstung durch Reiben erfolgt war. Erwies sich diese Methode alsunzureichend, so verdünnte man einen Löffel voll der Flüssigkeit mitvier Löffel warmen Wassers und prüfte sodann den Geruch, in einigenFällen auch den Geschmack. Nur solche Sprite wurden ausgezeichnet,welche von jedem fremden Geruch sich frei erwiesen und deren Fuselölnicht etwa durch Oenanthäther oder Vanillearoma verdeckt war.

I. Weine.

Um spätere Wiederholungen zu vermeiden, sollen für die prak-tische Beurtheilung der Weine einige Bemerkungen vorausgeschicktwerden.

Süsse Weine.

Bei dem Probiren der Weine liess sich leicht erkennen, dass indein heutigen Weinhandel auch bei den sogenannten trockenen Weinen