220 Gruppe IV. Nahrangs- und Genussmittel etc.
Aus Griechenland, der Türkei und Rumänien waren verschiedeneAussteller erschienen, deren Artikel jedoch zu keinen BemerkungenVeranlassung gaben, wenn auch in einigen Fällen sie recht lobens-werthe Leistungen erkennen Hessen.
Hordeuropa. Norwegen und Schweden waren gar nicht, Däne-mark nur durch zwei oder drei Firmen mit ganz annehmbarer Choco-lade vertreten, dagegen fand sich in der russischen Abtheilung einegrössere Anzahl von eingemachten Früchten, Marmeladen, Canditenuud Chocolade, meist von recht bedeutenden Häusern eingesendet, vor.Die ersteren erregten zu Paris 1867 grosses Interesse (9) und wurdendort von drei Ausstellern zur .Anschauung gebracht, welche aitch inWien die verdiente Anerkennung erhielten, ausserdem hatte sie noch dieGartenbauschule für Bessarabien zu Kischinev in schöner Qualität ge-schickt. Marmeladen, Canditen und Chocolade werden in Russland,namentlich zu Moskau, Petersburg und Warschau in ansehnlichenMengen fabrikmässig erzeugt und es scheint, dass ihr Consum eine er-hebliche Zunahme in den letzten Jahren erfahren hat. So liefern dieGebrüder Kudriavtzeff in Moskau mit Hilfe von 380 ArbeiternBonbons, Honigkuchen, Confituren und Marmeladen im Werthe von700 000 Rubeln jährlich, ferner N. Katzaraki daselbst jährlich für250,000 Rubel Chocolade u. s. w. mit einer 8 pferdigen Dampfmaschineund 120 Arbeitern. In Warschau betreibt C. Wedel die Fabrikationvon Chocolade und Cacao mit 10 Arbeitern, einer Dampfmaschine von6 Pferdekräften und einer Jahresproduction von 45000 Rubeln Werth.Schliesslich ist noch das dortige Haus L. Koch & Sohn anzuführen,dessen Artikel sich durch geschmackvolle Form, Ausstattung und Ver-packung bemerklich machten.
Aussereuropäisclie Länder. Chocolade in sehr anerkennens-werther Qualität führten drei bedeutende Fabriken aus. der nordameri-kanischen Union vor, von welchen D. Lo pe z in New-Orleans beson-dere Erwähnung verdient. Ebensoviele Aussteller aus den Vereinig-ten Staaten von Venezuela hatten denselben Artikel, aus dem dortigenvorzüglichen Rohmateriale bereitet, geschickt, vermochten aber nichtdamit Beifall zu finden, da wahrscheinlich während des Transportsihre Fabrikate beschädigt wurden. In der brasilianischen Ahtheilungwaren ebenfalls Chocolade sowie in Zucker eingemachte tropischeFrüchte ausgestellt, ohne jedoch zu Bemerkungen Veranlassung zu .ge-ben. Auch die hierher gehörigen Beiträge aus den britischen Colonienboten nichts Neues, keine bemerkenswerthen Fortschritte dar, wennman von den Gelees und Marmeladen von Australien absieht, derenBesprechung zweckmässiger bei den Conserven der vierten Section er-folgt. Aehnlich verhielt es sich mit den nicht zahlreichen Einsen-