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Gruppe IV. Naliruugs- und Genussmittel etc.
entstanden innerhalb der letzten Jahre, namentlich in Deutschland,mehrere neue Fabriken, sowie manche bereits bestehende ihren Umfangansehnlich erweitert haben. Diese Erscheinung beruht aber auch zumTheilauf dem bereits angedeuteten Uehergang vom Klein- zum Grossbetriebe.
Auf dem Gebiete der Fabrikation von den mannigfaltigen Zucker-waaren, den Canditen, Gelees und Marmeladen u. s. w. soll ebenfallseine erhebliche Zunahme der Production zu constatiren sein. Besondersist aber die ausgedehnte Anwendung des Traubenzuckersyrups beimEinmachen der Früchte (7) hervorzuheben, ja ein Aussteller aus Oester-reich führte Dragees aus Kartoffelzucker vor. Ausserdem darf nichtunerwähnt bleiben, dass bei einem grossen englischen Hause der Va-cuumapparat zum Einkochen von Jellies (Früchtegelees) in Anwendungkömmt und sicherlich in hohem Grade die Beachtung der Fabrikantensolcher und ähnlicher Erzeugnisse aus Obst verdient, da er ohne Zweifeldie nachtheilige Einwirkung der Luft und einer zu hohen Temperaturvermeidet und dadurch bezüglich des Wohlgeschmacks und der Farbe,geeigneten Falls der Durchsichtigkeit, treffliche Dienste leistet.
Nordwest-Europa und die Schweiz. England war nur schwach,aber durch zwei grössere Firmen ganz lobenswerth vertreten. Dieeine, J. S.' Fry & Söhne in Bristol und London führte gute Chocoladein sorgfältiger Bearbeitung und recht geschmackvoller Verpackungvor, auch Cacao und Gemische von Milchextract und Chocolade. Bemer-kenswerth ist die Verwendung von Porcellangefässen zum Aufbewahren.Die andere Firma, James Keiller & Sohn in Dundee, zeigte tüchtigeLeistungen in der Fabrikation von Dragees, Canditen und Marmeladen.
Die sechs Aussteller aus Holland führten grösstentheils guteChocolade sowie Cacaopulver vor, nur bei den Producten eines Aus-stellers zeigte sich die nachtheilige Einwirkung der hohen Temperatur.In der belgischen Abtheilung hatten zwei Aussteller Cacao und Choco-lade von annehmbarer Qualität ausgestellt, ohne jedoch Veranlassungzu Bemerkungen zu bieten. Bekanntlich sind die hier in Betrachtkommenden Industriezweige in Frankreich sowohl quantitativ als auchqualitativ auf einer hohen Stufe der Ausbildung angelangt, schwerlichexistirt. ein zweites Land, welches den gleichen Umschlag in diesenWaaren und dieselben Leistungen gleichzeitig aufzuweisen vermag.Bereits hat Gerstner (8) die verschiedenen Ursachen eines solchenStandes angedeutet, sowie Mittheilungen über die jährlich umgesetztenSummen gemacht, wonach ungefähr 30 Millionen Franken auf Choco-lade, 30 Millionen auf Bonbons, Dragees u. s. w. und 10 Millionen Frankenauf eingemachte Früchte zur Zeit der letzten Pariser Ausstellungkamen.
In Wien war Frankreich durch beiläufig 14 Aussteller glänzendvertreten, besonders in Chocolade, welche acht meistens bedeutende