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1 (1874)
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211
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Section II. b. Chocolacle, Kaffeewaaivn u. Zuckersurrogate. 211

besitzt aber keine solche Bedeutung, als dass deren eingehende Be-sprechung hier geboten wäre.

Grössere Beachtung verdienen dagegen die Kaffeeproben ausBritisch-Indien, besonders aber jene, zu einer wohlgeordneten reich-haltigen Sammlung vereinigten von Ceylon. Vom Dekhan, in dessensüdlichen Theilen die Kaffeecultur bereits festen Fuss gefasst hat, be-ginnt sie nach dem Ilimalaya vorzudringen und auch auf Ceylon sollsie eine grössere Ausdehnung erlangt haben, so dass jetzt die dortigeAusfuhr mehr als 1 Million Centuer beträgt, während 1867 (5) sie auf720 000 Centner angegeben wurde.

Die französischen Besitzungen in Indien sind von keinerbesonderen Bedeutung und deshalb ihre eingesandten Proben kaumerwähnens werth.

Dagegen besitzen die holländischen Colonien eine ungleichgrössere Wichtigkeit, indem dorfc im Durchschnitt jährlich 2 Mill. Ctr.Kaffee producirt werden, wovon allein auf Java l - 4 bis 1'5 Mill. Ctr.kommen. Celebes und Sumatra haben zwar ansehnliche Plantagen auf-zuweisen, die Qualität ihrer Sorten steht aber entschieden jener vonJava nach. Die niederländische Handelsgesellschaft führte in sehrsorgfältiger Zurichtung und Sortirung eine grosse Anzahl von Musternder Java-, Menado-, Padang-, Macassar- und Timorsorten vor.

Schliesslich verdienen noch die Proben von den Sandwichs-Inseln, von Tahiti nndNeu-Caledonien kurze Erwähnung, ebensodie Versuche, die Kaffeecultur in Cochinchina tmd in Queenslandeinzuführen, welche durch einige Proben aus den botanischen Gärtenvon Brisbane und Saigon angedeutet wurden.

Im Anschluss an diesen wichtigen Handelsartikel muss hier nochder Präparate von Prof. C. Doyen in Rheims gedacht werden, welcheer unter dem HamenKaffee von Rheims in den Handel zu bringensucht. Ihre Herstellung beruht wesentlich auf der Auffassung, dass derKaffee nicht ein Genuss-, sondern ein Nahrungsmittel ist. Von diesemGesichtspunkte aus erscheint unstreitig die im Abendlande gebräuch-liche Methode der Bereitung unrichtig, weil sie den in Wasser unlös-lichen Antheil des Kaffees vollständig verloren gehen lässt, trotzdemderselbe noch werthvolle Nährstoffe, als Eiweisskörper, Fett und Salze,neben der Cellulose enthält. Verwandelt man dagegen die geröstetenBohnen in ein feines Pulver, wie dies hei dem Cacao geschieht, so kannman durch Auf kochen mit der entsprechenden Menge Wasser, nachArt der Orientalen, ein Getränk herstellen, welches den ganzen che-mischen Bestand des Kaffees für die Zwecke der Ernährung zu ver-werthen gestattet und damit eine erhebliche Ersparniss im Vergleichezu dem jetzt gebräuchlichen Verfahren erzielen lässt.

Auf einer eigens dazu construirten Mühle mit vertiealemMahlsteine und langsamem Gange, um die Erhitzung zu vermeiden,

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