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Gruppe IV. Nalmmgs- und Genussmittel etc.
1868/1869 .... 4760821 Ctr. Kaffee1869/1870 .... 3 736 765 „ „
1870/1871 .... 4591 807 „ „
Im Vergleiche zu den von Wrede (5) gemachten Angaben, nachwelchen Mitte der 60er Jahre 3'6 Millionen Centner exportirt wurden,hat somit eine Zunahme stattgefunden.
Schliesslich ist noch ein Aussteller dieses Landes mit gemahlenemKaffee für den Export bemerkenswert!!.
Zum Theil recht schöne Muster hatten Französisch - Guyana,San Salvador und Venezuela ausgestellt. Die Sorten des letztge-nannten Landes, bekanntlich im Handel sehr geschätzt, gehen haupt-sächlich nach Nordamerika, Deutschland, England und Frankreich.Nach den Mittheilungen des Specialkatalogs belief sich in dem Zeitraumvom 1. Juli 1871 bis 30. Juni 1872 die Ausfuhr auf 604 730 Centner,während die Production etwa 700 000 Centner betragen soll. Der Preiswurde mit 20 bis 22 Pesos pr. Centner notirt. Es ist nicht ohne Inter-esse, dass dort sich der Kleinbesitz neuerdings der Kaffeecultur zu-wendet und die grösseren Plantagenbesitzer willig den Ertrag aufkaufen,um mittelst Maschinen die Zurichtung desselben zu bewerkstelligen.Diesem Umstande soll namentlich eine Steigerung der Production zuzu-schreiben sein.
Aus Westindien waren von Martinique, von Guadeloupe sowievon Jamaika zahlreiche, mitunter vorzügliche Proben eingegangen, inFolge einer Krankheit oder sonstiger ungünstiger Verhältnisse hat aberauf den erstgenannten Inseln eine Beschränkung der Kaffeecultur ein-treten müssen. So führte 1872 die erstere nur 120 Ctr., Guadeloupe9200 Ctr. aus, während früher dieses Quantum 70 000 Ctr. betrug.
Vom Senegal sowie von den übrigen Besitzungen Frankreichs ander westafrikanischen Küste waren ebenfalls verschiedene Probeneingegangen, darunter von Coffea microccirpa und von Goffca macro-carpa, welche aber bis jetzt als Handelsartikel noch keine Bedeutungerlangt haben. Durch eine sorgfältige Zurichtung fielen in der portu-giesischen Abtheilung die Muster von Angola, den Inseln des grünenVorgebirgs und von St. Thome auf, besonders verdienen die letzterengrosse Beachtung, da sie im deutschen Handel zuweilen Vorkommen.
Eine ziemlich grosse Anzahl von Ausstellern führten die gewöhn-liche, sehr gute Sorte von Reunion vor, ausserdem Proben von derdort einheimischen Species Coffea mauritiana, ferner Coffea laurina,micro- und macrocarpa. Die dortige Cultur hatte leider in der letzten Zeitmit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, so dass die Production im Ab-nehmen begriffen ist; 1871 wurden 7645 Ctr. Kaffee ausgeführt.
Von St. Marie bei Madagascar, von Mayotte und Nossi-Besind ebenfalls einige Proben eingesendet worden, die dortige Production