Section II. a. Zuckei'.
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sowohl in wissenschaftlichen als in technischen Kreisen gefun-den hat und ein'Vorbild für andere neuerdings im Auslandeerscheinende ähnliche Fachschriften geworden ist. In diesereigenen Zeitschrift besitzt der Verein ein Organ und Bindemit-tel seiner Mitglieder, welches einen allseitigen Austausch derGedanken ermöglicht, belehrende Mittheilungen über alle Theileder Fabrikation und des praktischen Betriebes bringt, so-wie alles Neue und Gute rasch zum' Gemeingute ihrer Mit-glieder macht und gleichwohl ausländische Fabrikanten, welchediese Zeitschrift halten und lesen wbllen, von der Benutzungderselben keineswegs ausschliesst. Kein Volk, keine Sprachebesitzt ein ähnliches Werk von so gründlichen, umfassendenArbeiten. Diese Zeitschrift wird ein Monument der Arbeiten undVersuche der Mitglieder, der Intelligenz des deutschen Gewerb-fleisses, der stufenweisen Ausbildung der Zuckerfabrikationaus Rüben bleiben. Ein vollständiges Exemplar sämmtlickerJahrgänge dieser Zeitschrift hatte der Verein seiner Colleetiv-ausstellung beigefügt;
b. duch wissenschaftliche chemische Untersuclmngen, für welcheseit dem Jahre 1866 ein eigenes chemisches Laboratorium inBerlin errichtet ist, welches unter der Leitung des Dr C.Scheibler, Redacteur der vorerwähnten Zeitschrift, steht;
c. durch Ausschreibung von Preisaufgaben;
<i. durch Collectivausstellungen von Erzeugnissen der Rüben-zuckerindustrie.
Welche Früchte dieses gemeinsame Wirken bereits für die Fabri-kation getragen hat, erkennt man aus der offenkundigen Thatsache,dass unsere deutsche Rübenzuckerindustrie der aller «anderen Ländervoraus ist. Die Erträge an Zucker, aus einem gegebenen Quantum Roh-stoff, sind entschieden in Deutschland am höchsten. Die Maschinen undGeräthe zur Gewinnung des Zuckers aus Rüben werden gegenwärtig ohneWiderrede nirgends in der Solidität und Zweckmässigkeit construirt,wie in Deutschland, und fügen wir noch weiter hinzu, nirgends so billig.
In richtiger Würdigung der hohen Bedeutung und des fördern-den Einflusses, den die grossen Weltausstellungen zu jeder Zeit aufdie industriellen Erzeugnisse aller Art ausgeüht haben, hat der Vereinkeine Gelegenheit vorühergehen lassen, diese Ausstellungen zu benutzen,um auf denselben ein Bild des jeweiligen Standes der deutschen Rüben-zuckerfabrikation zu entrollen. So beschickte er die Weltausstellungzu Paris im Jahre 1855, woselbst er mit der grossen goldenen Medailleprämiirt wurde; dann im Jahre 1862 die zu London und zuletzt imJahre 1867 die zu Paris, bei welcher die sämmtlichen Aussteller Aus-zeichnungen erhielten. Auch jetzt zögerte der Verein nicht die WienerWeltausstellung für 1873 durch eine Colleetivausstellung von den Pro-