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1 (1874)
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Gruppe IV. Nahrungs- und Genussmittel etc.

ihrer grossen Haltbarkeit empfahl man sie als geeignet für den Exportsowie für die Verproviantirung der Schiffe.

Auch in Deutschland hat sich in den letzten Jahren die Teig-waarenfabrikation zu einem grösseren Umfange und erhöheter Concur-renzfähigkeit entwickelt. Im Vergleiche zu Oesterreich, Italienund Frankreich bietet aber hier die Beschaffung eines vorzüglichenRohmaterials mehr Schwierigkeiten dar, da von den einheimischen Wei-zenarten nur wenige ein kleberreiches Mehl liefern, so der norddeutscheSommerweizen, die geringe Zahl von Glasweizen, die nur in einzelnenGegenden und Jahrgängen angehaut werden. Vielfach sind deshalbdie Fabrikanten auf den Bezug von ausländischem Rohmaterial ange-wiesen, vielleicht gelingt es ihnen, nach dem Vorgehen der Franzosen,die weniger geeigneten Mehle durch Vermischen mit frischem Klebertauglicher zu machen. Ferner dürfte sich das reinere Putzen der Griesesowie ein sorgfältigeres Trocknen der fertigen Waare empfehlen. Aufsolche Weise lässt sich vielleicht der noch fehlende Absatz im Auslandeerreichen.

Von den fünf Ausstellern in der deutschen Abtheilung sind MaxBartsch in Breslau, sowie die Firma Wittekop u. Comp, inBraunschweig wegen guter Qualität ihrer Maccaroni und ansehnli-cher' Production zu erwähnen. Die übrigen Aussteller wiesen ebenfallsganz annehmbare Leistungen auf; einer von ihnen machte sich durcheine beachtenswerte Verpackung bemerklich. Mehrere Aussteller ausRumänien, Russland, Spanien, Uruguay hatten noch Teigwaaren zumTheile von sehr guter Qualität eingesendet, gaben aber zu besonderenBemerkungen keine Veranlassung.

Schliesslich verdienen die aus Mehl von Erbsen oder Soyabohnendargestellten Nudeln, in der Abtheilung von China, Japan und Cochinchinaausgestellt, besondere Erwähnung. Sie sind durchsichtig, von hohemNährwerth und gehen ein jedenfalls in der Technik brauchbares Ersatz-mittel für Gelatine ab. Nach den Angaben der Commissäre von Japanbereitet man sie durch wiederholtes Kochen des Mehls der genanntenHülsenfrüchte mit Wasser, indem man die dabei entstehende Haut vonder Oberfläche der Flüssigkeit wegnimmt. Ohne Zweifel besteht dieSubstanz im Wesentlichen aus Pflanzencasein, über dessen Benutzungund jedenfalls weniger umständliche Darstellung bereits Justus v. Lie-big (13) berichtet hat.

In Cochinchina soll sie aus dem Mehle von Phaseolus Mungogewonnen werden und das Picul (= 60 - 4Kilo)13 mexikanische Piasterkosten.

Die verschiedenen Branchen der Bäckerei, als Brot-, Zwieback-,feine und Biscuitbäckerei hatten im Allgemeinen eine spärliche Vertre-tung gefunden, zudem boten die hierher gehörigen Einsendungen mitmehreren Ausnahmen nichts Bemerkenswerthes dar. Unter ihnen ragte