Druckschrift 
1 (1874)
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen
 

Section I. Mehl u. Mehlfabrikate. Die Mahlproducte. 169

Sorten bezüglich ihres Gehaltes an Kleber nnd der von ihnen bei derTeigbildung aufgenommenen Wassermenge. Dieselbeist das Ergebnissder dankenswerthen Untersuchungen des Jurymitgliedes FranzSchmidt zu Langendorf bei Wien und wurde von Kick in seinemBerichte über die Mehle der Wiener Ausstellung zur öffentlichen Kennt-niss gebracht (11).

Der Kleber wurde naph der bekannten Methode des Ausknetensmit Wasser von 20 Grammen Mehl abgeschieden und nass gewogen.Man erhält auf diesem Wege bei Mehlen, welche in Folge von Zer-setzung den Kleber nicht mehr in dem ursprünglichen Zustande ent-halten, ein zu niedriges und bei kleienreichen ein zu hohes Resultat,indem die Kleien mit dem Kleber vereinigt bleiben. Um die bei derTeigbildung aufgenommene Wassermenge zu ermitteln, wurde so langeWasser dem Mehle zugesetzt, bis ein leicht knetbarer nicht klebrigerTeig entstanden war.

Wasser

Ausbeute

bei der

an nassem

Weizenmehlsorten

Teigbildung

Kleber

absorbirt

in Procenten

in Procenten

vom Mehl

Hochmehle der Wiener Frucht- und Mehlbörse

48

37-5

Flachmehle der deutschen Collectivausstellung .

41

25-5

Auszugsmehl von Economo in Triest ....

49

44-25

Mehl der ungarischen Collectivausstellung . .

48

37-0

Mehl von Canaduraweizen aus Russland von

A. Bakhrameieff.

60-5

48-65

Dito von Liaschkoff (aus weissem Weizen) :Mehl von amerikanischem Weissweizen von

47

35-3

Thilenius.

44'5

32-5

Mehl aus dem Hartweizen von Algier ....

42'6

32-5

Italienisches von Cesaretti in Ancona ....

38'5

25-0

Spanisches.

40-6

30-0

43-0

37-5