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Gruppe IV. Nahnmgs- und Genussmittel etc.
Angabe des Specialkatalogs 300 000 Hektaren Reisfelder und führtebei einem grossen einheimischen Consum 1869 noch für 40 MillionenFranken aus. Für den Export sind unter den verschiedenen vorgeführ-ten Sorten zu bemerken: der Gocongreis von grossem hartem Korne,leicht zu schälen, so dass er wenig Paddy liefert, ferner der hauptsäch-lich nach Mauritius und Reunion ausgeführte Longho, mit kleinem,mehr länglichem, weniger hartem Korn und mehr Paddy, schliesslichder vorzugsweise in China' geschätzte Pinchow, der 15 Proc. Paddyergiebt und dessen Körner lang und schmal sind.
Auch die englischen Colonien hatten einige zum Theil sehr guteMahlproducte eingesendet, so Flachmehl vom Cap der guten Hoff-nung, ferner Weizenmehle von zwei Ausstellern aus Südaustralien.Besondere Erwähnung verdient aber das ausgezeichnete Hafermehl vonP. Cunningham u. Comp, zu Christchurch in Neuseeland, wäh-rend von dort noch fünf Aussteller Weizenmehle vorführten, welche mitAusnahme einer Probe sich sehr unrein erwiesen, trotzdem sie theil-weise aus einem sehr vorzüglichen Perlweizen gewonnen waren.
Aussereuropäische Staaten. Mit einer sauber gebeuteltenoder gesiebten Weizenmehlsorte hatte Japan eine ziemliche AnzahlReissorten in geschältem und rohem Zustande geschickt. Dieselbenbesassen, ähnlich der von Arracan ein kurzes, rundes Korn, aber voneiner grösseren Härte, die auf hochgelegenen Feldern cultivirten Artenzeigten gegenüber solchen aus Niederungen eine schöne weisse Farbe,waren aber nicht durchscheinend. Bei dem raschen Aufschwünge,welchen die Production dieses Landes seit seinem Eintritt in den gros-sen Verkehr der Nationen genommen hat, lässt sich erwarten, dass esmit seinem Reis in nicht ferner Zeit auf dem Weltmärkte erscheinenwird.
Aus der nordamerikanischen Union traten in Wien nurdrei Aussteller von dem als Ausfuhrartikel so wichtigen Weizenmehleauf. Von ihnen ist nur G. C. Thilenius zu Cape Girardeau (Mis-souri) er wähnenswerth, dessen Fabrikat sich zwar durch eine schöneweisse Farbe auszeichnete, aber wie alle amerikanischen Mehle weniggriffig war, in Folge des dort üblichen raschen Vermahlens (bis zu 120Centner pro Mahlgang in 24 Stunden). Schliesslich führte ein Aus-steller geschälten Reis in sehr guter Qualität vor. Auch die aus Bra-silien von vier Firmen eingesendeten Maismehle dürfen hier nichtunerwähnt bleiben, da sie meist recht tüchtige Leistungen bekundeten,namentlich die Proben ausgezeichneter Qualität von Mariano d’AlmeidaTor res.
Im Anschluss an vorstehende Schilderung der Mahlproducte folgthier noch eine vergleichende Zusammenstellung mehrerer Weizenmehl-