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1 (1874)
Entstehung
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166
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166 Gruppe IV. Nahrungs- und Genussmittel etc.

um das Gewicht zu vermindern, aus Holz befestigt sind. Bei dem Be-triebe werden nun die Steine durch Gegengewichte in dem Maasse geho-ben, als sich der Reis zwischen ihnen und dem Boden ansammelt so, dassauf diese Weise ein nicht allzustarker Druck ausgeübt wird. Einesolche Maschine erfordert 2 bis 3 Pferdekräfte bei 30 bis 40 Umgän-gen der Welle mit den Steinen in der Minute. Sie dient auch um denGlanz zu geben. Zu dem Ende wird der Reis mehrmals wiederholt 20Minuten lang unter Zusatz von Spreu darin bearbeitet; seine fein-sten Sorten setzt man schliesslich mit grober Weizenkleie vermischtetwa 40 Minuten lang der Einwirkung dieser Reibmühle aus.

Die für Norditalien so wichtige Reiscultur wird vorzugsweise inder zwischen Sesia, Dora und dem Po gelegenen Gegend von Vercelliin grosser Ausdehnung seit Ende des 15. Jahrhunderts betrieben. Manbestellt dort die Hälfte der Felder mit Reis und erzielt jährlich aufungefähr 62 000 Hektaren 2 Millionen Hl rohen Reis und daraus1 Million Hl feine weisse Waare. Den Ertrag giebt man bis zu 44 Hlper Hektare an und den durchschnittlichen Preis zu 11 Franken per Hl.

Die von 29 Mühlen in Spanien eingesendeten Mahlproducte Hessenganz befriedigende Leistungen erkennen, indem sie grösstentheils einesorgfältige Vermahlung aufwiesen. Die Weizenmehle herrschten dar-unter vor; namentlich sind von ihnen die aus der getreidereichen Ge-gend von Palencia stammenden zu erwähnen, so die Proben von G.Martinez y Junio, sowie von Peter Pombo, auch F. Campos vonSaragossa hatte solche von vorzüglicher Qualität geschickt. Die vonvier Ausstellern vorgeführten Muster von geschältem Reis befriedigtenweniger und nur eine Firma zu Valencia gab zu keinem Tadel Ver-anlassung.

Gegenüber den spanischen Mehlen standen die portugiesischenentschieden zurück, da sie bunt und unrein waren. Sie zählten, abge-sehen von ihrer unzweckmässigen Vorführung, zu den geringsten derganzen Ausstellung. Von den 31 Ausstellern, welche meistens Wei-zen-, Roggen- oder Maismehle vorführten; wiesen nur wenige annehm-bare Qualitäten auf, nur das Weizenmehl der Firma R. de Souza zuVallongo (Porto) ragte durch seine Beschaffenheit hervor.

Zwei Aussteller aus Griechenland und mehrere aus Rumänienhatten ebenfalls nur geringe Mehle gesendet.

England und Frankreich nebst ihren Colonien. Die eng-lische Mühlenindustrie war gar nicht vertreten und die französischein einer ihren Leistungen wenig entsprechenden Weise.

Die grossen bekannten Firmen hielten sich fern und von den bei-den in Wien erschienenen Ausstellern dieses Landes konnte nur einermit seinem guten Weizenmehl als wirklicher Vertreter der dortigenMüller angesehen werden. Der andere führte nämlich ein sehr gerin-