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1 (1874)
Entstehung
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163
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Section I. Mehl u. Mehlfabrikate. Die Mahlproducte. 163

thun weiter dar, dass eine Einigung der deutschen Müller über eineeinheitliche Nnmerirung ein wahres Bedürfniss ist. Sie sollen schliess-lich zeigen, dass namentlich hei der Flachmüllerei eine Mehrausbeutevon 5 bis 6 Proc. brauchbaren Mehls bei 3 Proc. wenigerKleien im Vergleiche zu dem Durchschnittsresultate vieler Mühlenerzielt werden kann. Bedenkt man nun, dass in Deutschland nach derSchätzung bewährter Fachmänner jährlich 650 Millionen CentnerWeizen und Roggen vermahlen werden, so berechnet sich daraus leichtein Verlust von 19-l/ 2 Millionen Centner Getreide im Werthe von39 Millionen Thaler jährlich, wenn 3 Proc. Mehl bei den Kleienbleiben und der Durchschnittswerth von Roggen- und Weizenmehl zu4 Thlr. und derjenige der Kleien zu 2 Thlr. per Centner ange-nommen wird. Diese Summe kann sonach dem Nationalvermögen durchrationellen'Müllereibetrieb erhalten bleiben, sicherlich gross genug, umeindringlich an die Nothwendigkeit der Verbesserungen im Mühlen-betrieb zu mahneu.

Ausser den 12 Theilnehmern an der erwähnten Collectivausstellungvertraten noch drei oder vier isolirt aufgetretene Firmen die Graupen-fabrikation. Durch Vorführung des Rohmaterials, der Zwischen- undEndproducte gaben sie ein recht anschauliches Bild dieses Industrie-zweiges. Im Durchschnitt wiesen die sämmtliehen Aussteller recht befrie-digende Leistungen auf, besonders sind von ihnen namhaft zu machenC. Hedricb in Glauchau, G. Lehmann in Bautzen (Sachsen), GebrüderNaue in Erfurt, sowie A. C. Peters & Comp, in Wernigerode (ProvinzSachsen). Ueber die Sortirung wurden unter anderen folgende Angabengemacht: die gewöhnlichen, die feinen und extrafeinen Graupen werdenin je fünf Nummern, die Secunda, die feinen sowie die prima Perl-graupen in je vier und die Holländer Graupen in drei Nummerngeliefert.

Von den meisten Ausstellern waren auch geschälte Hülsenfrüchtein recht befriedigender Arbeit eingesendet worden, ebenso Mehl vonErbsen, von Mais u. dergl., Producte, deren Fabrikation in Deutschlandin den letzten Jahren einen erfreulichen Aufschwung genommen hat.Schliesslich sind noch zwei Aussteller von geschältem Reis zu erwähnen,von welchen das bedeutende, vorzugsweise für die Ausfuhr arbeitendeEtablissement von A. F. Zipperling in Hamburg sich durch sehl-sauber geschälte und hübsch polirte Proben auszeichnete. Die grossenReisschälmühlen zu Bremen sowie einige grosse Mahlmühlen Nord-deutschlands wurden mit Bedauern vermisst.

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Nordeuropa. Nur ein Aussteller aus Belgien mit gutem Weizen-mehl vertrat die dortige Mühlenindustrie, ebenso schwach hatten sichdie Müller in Holland betheiligt, dessen Buchweizenmehle und Grützenvon zwei Ausstellern in hübscher Qualität vorgeführt wurden. Reis

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