154 Gruppe IV. Nahrungs- und Genussmittel etc.
Im Interesse der übersichtlichen Darstellung erschien es zweck-mässig, die sämmtlichen Mahlproducte zu der ersten, die Teigwaaren
und Bäckereien zu der zweiten, schliesslich die Stärkemehlarten zu der
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dritten Abtheilung dieses Berichtes zusammenzufassen und dieselbennach den Ländern geordnet vorzuführen.
I. Die Mahlproducte.
Da die Mühlenindustrie mehrerer Länder gar nicht oder in un-genügender Weise vertreten war, so von der Schweiz, England,Frankreich, Nordamerika u. s. w., lieferte die vorjährige Weltausstel-lung kein vollständiges Bild ihres heutigen Standes im grossen Ganzen,wohl aber gab sie Gelegenheit, die jetzigen Leistungen einiger Ländergenau kennen zu lernen. Namentlich war dies bei dem deutschenReiche und Oesterreich-Ungarn der Fall, da viele Aussteller dieserStaaten durch eine vollständige Vorführung des Rohmaterials, derZwischen- und Endproducte ihren Betrieb genau verfolgen Hessen unddurch Mittheilungen ihrer Betriebsresultate alle erforderlichen Anhalts-puncte zu ihrer Beurtkeilung gewährten. Andere hatten dies fueilichversäumt und damit den Werth ihrer Producte beträchtlich geschmälert.
In seinem Berichte über die Mahlproducte auf der Pariser Aus-stellung im Jahre 1867 hob bereits Elsner von Gronow (1) mit Rechthervor, dass die nach den verschiedenen Mahlverfahren erzeugten Fa-brikate nicht mit einander verglichen werden können, ja dass bei derwechselnden Beschaffenheit des Rohmaterials sogar die nach derselbenMethode dargestellten Mehle nur mit Vorsicht einer vergleichendenPrüfung zu unterwerfen sind. Von den gleichen Gesichtspunkten gingauch diesmal die Jury aus, sie beurtheilte die Producte der Hoch-,Halbhoch- und Flachmüllerei für sich und bediente sich bei der sehrwechselnden Numerirung dabei bestimmter Typen. J3o verglich sie dieHochmehle mit der Type der Wiener Frucht- und Mehlbörse, welchefür das Jahr 1873 von der renommirten Ebenfurther Mühle in FirmaSchöller & Comp, geliefert war, für die Erzeugnisse der Halbhoch-undFlachmüllerei galten der Ausstellung selbst entnommene Proben alsTypen.
Ungarn. Bei der Wichtigkeit der Mühlenindustrie in Bezug aufdie wirthschaftlichen Verhältnisse dieses Landes waren viele grosseEtablissements von dort erschienen. So führten im Vereine mit siebenbedeutenden Firmen aus der Provinz 12 renommirte von Buda-Pest, vierAussteller aus dem Banate und sieben Aussteller aus Oberungarnin drei Collectivausstellungen ihre Fabrikate vor, ihnen schlossen sich