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Gruppe I. Bergbau und Hüttenwesen.
Kupferhütten (Mühlbach im Salzburgischen, Braubach, Mansfeld etc.),eingebürgert und wird voraussichtlich die alten, sowie auch Racliette’sOfen mehr und mehr verdrängen. Deutliches Zeugniss hiervon gabenauch die in der Ausstellung an verschiedenen Orten vorgeführten Zeich-nungen und Modelle.
Die Gasfeuerung, eine der wichtigsten Errungenschaften derneuern Technik, hat' in erfreulichster Weise inaner mehr Boden beiSchmelzflammöfen, Glühöfen und Muffelöfen gewonnen und zwar tlieilsfür sich, namentlich unter Anwendung der B oetius’sclien, oder ähnlichconstruirter Generatoren, tlieils zur Erzielung sehr hoher Temperatur-grade, in Verbindung mit dem Siemens’scheu Kegenerativsystem.
Als eiue besondere Wohlthat für die Umgebung der Hütten sowiedie darin beschäftigten Arbeiter muss es angesehen werden, dass mander Condensation des Hüttenrauches fortgesetzt die grösste Aufmerk-samkeit zuwendet. Zur Unschädlichmachung der bei Röstprocessenentweichenden schwefligen Säure und gleichzeitig zur Gewinnungeines werthvollen Nebenproduetes werden allerorts neue Schwefelsäure-kammern angelegt, oder die Anzahl der vorhandenen vermehrt, undwährend anfänglich nur Schwefelkiese oder Kupferkiese den Schwefelsubstituirten, zieht man jetzt auch andere Erze oder Ilüttenproducte,wie Zinkblende, Bleisteine, Kupfersteine, herbei, und erhält in Folgeder verbesserten Röstapparatc und sorgfältiger geleiteten Betriebes einan schwefliger Säure noch genügend reiches Gasgemenge für die Blei-kamniern. In ähnlicher Weise sind auch die Condensationsvorriclitungenfür die entweichenden Metalldämpfe (Flugstaubkammern und Canälein den verschiedenen Blei-, Kupfer- und Arsenikhütten, Schenlcelrühreu-condensation in den Quecksilberhütten zu Idria) vervollständigt undvermehrt worden.
Bei der Kupfergewinnung hat der Extractionsprocess seit derletzten Ausstellung 1867 in England einen überraschenden Aufschwunggenommen, und führt jetzt aus kupferarmen Kiesen höchst beträcht-liche Mengen von Kupfer, welche früher verloren gingen, der Industriezu. Im Jahre 1870 wurden auf etwa 20 Anlagen Englands annäherndbereits 250 000 Tonnen (ä 20 Ctr.) abgerösteter kupferhaltiger Schwefel-kiese verarbeitet und daraus 10 000 Tonnen Kupfer gewonnen. Diesegrossartige Production ist dadurch möglich geworden, dass sich hierbeidie chemischen Fabriken, Kupferworkc und Eisenhütten gegenseitig iiidie Hand arbeiten; die ersten rösten zur Erzeugung von Schwefelsäuredie Schwefelkiese ab, welche theils aus inländischen Gruben stammen,in überwiegender Menge aber aus Portugal, Sjoanien, Schweden, Nor-wegen und Deutschland (z. B. Meppen in Westfalen) eingeführt wer-den; in den Kupferwerken extrahirt man alsdann das Kupfer und ver-schmilzt endlich die eisenreichen Rückstände (purple ore, blue billy)als Zusatz mit anderen Erzen in Hochöfen, oder verwendet sie zum Aus-