38
Gruppe I. Section I. A. Bergbau.
Yorrilcken des Bohrers unterstützt und bei eintretendeu Klemmungenein Zurückgehen desselben selbstthiitig hervorbringt.
Im Pavillon von Mahler u. Eschenbacher ist ein Drehboh-rer von Tunkler ausgestellt, welcher zum Bohren von Löchern mit6 bis 9 Zoll Durchmesser dienen soll und in weniger festen Gesteinenzum Vorbohren gut geeignet ist, nicht aber den Zweck hat, Bohrlöcherzum Sprengen herzustellen, wozu er viel zu schwerfällig sein würde.Die Stange des schneckenförmigen Bohrers bildet die Achse eines Zahn-rades, in welche ein durch eine Kurbel bewegter Drilling eingreift unddem Bohrer die drehende Bewegung giebt, der Vorschub wird durchein Stellrad bewirkt, welches auf derselben, rückwärts in eine Spindelauslaufenden Achse sitzt.
Ueber die Luftcompressionsmaschinen, welche bei dem Boh-ren mittelst Maschine angewendet werden, ist -hier hinwegzugehen,weil sie nirgends der Gruppe I., sondern überall der Gruppe XIII. (Ma-schinenwesen) eingereiht waren. Zu bemerken ist hier noch, dassSchramm- oder Schlitzmaschinen in keiner Abtheilung ausge-stellt gewesen sind.
3.' Sprengmittel.
In dem der Sprengtechnik gewidmeten Pavillon von Mahler undEschenbacher sind Proben des bekannten Nobel’schen Dynamits(wegen der Gefährlichkeit nur imitirt) airsgestellt, von welchem dreiSorten vorgeführt werden: die mittlere ist am gebräuchlichsten unddient beim Grubenbetriebe in Schächten und Strecken zum Sprengen;die stärkere Sorte wird überall da angewendet, wo es sich um ganzbesondere Kraftanstrengungen handelt, während die dritte Sorte be-sonders zum Sprengen in Steinkohlen oder von Werksstücken verwen-det werden soll, wo es sich darum handelt, nur ein Zerreissen des Ge-steins zur Erlangung möglichst grosser Stücke zu bewirken. Das Er-reichen dieses Ziels mit Dynamit Nr. III. inConcurrenz mit dem Schwarz-pulver wird von den Ausstellern behauptet, nach den Erfahrungen desBerichterstatters ist es noch nicht völlig gelungen, wenn man dieKosten mit denen des Schwarzpulvers vergleicht, was aber dem ausge-zeichneten Kuf des Dynamits keinen Eintrag thun darf, da dasselbejedenfalls in jeder Beziehung als das anerkannt beste Sprengmittelfür Gesteinarbeit beim Bergwerksbetriebe angesprochen werden muss. —In der schweizerischen Abtheilung ist ein Sprengpulver vonP.Mas-sif in Genf ausgestellt, dessen Zusammensetzung aber nicht angegeben;es -scheint ein dynamitähnliches Präparat zu seih, d. h. ein mineralischesoder vegetabilisches Pulver mit Nitroglycerin getränkt. Ausschliess-lich zum Sprengen im Gestein bestimmt, soll es nach den erfolg-ten Mittheilungen bei Versuchen in der Schweiz ganz enormen Effectgezeigt haben, indem 20 Kg. des Pulvers einer Leistung von 100