Gewinnung nutzbarer Mineralien. Sprengmittel. 39
bis 120 Kg. Schwarzpulver entsprachen. In den gewöhnlichen Ge-brauch scheint das Pulver noch nicht eingeführt.
Von der Firma Bickford, Davey, Chanu&Co. in Rouen sind inder französischen Abtheilung die bekanntenBickford’schen Sicher-heitszündschnüre zugleich mit Patronen ausgelegt, ohne dass dieFiilhrng der letzteren näher bezeichnet ist. Diese Zünder, zwar schonlängere Zeit bekannt, sind bemerkenswerth, weil sie der Sprengtechniksehr zu Hülfe gekommen sind, namentlich beim Arbeiten in oder unterWasser, sowie bei der Verwendung von Nitrilsprengstoffen, indem da-durch die Anwendung der Kaumnadel, welche immerhin Gefahren mitsich bringt, gänzlich erübrigt wird. — In der deutschen Abtheilunghaben drei verschiedene Firmen aus der Gegend von Meissen in Sach-sen Sicherheitszünder ausgestellt. Die englische Sicherheits-zünder-Fabrik, Actiengesellschaft (vormals W.Eales & Co.) fer-tigt die Zünder aus Jutegarn mit einer Seele von feinem Sprengpul-ver und überzieht sie mit verschiedenen Massen zum Schutze. FürSprengungen über Tage, wo starker Luftzug stattfindet, benutzt sieeinen Theerüberzug, welcher aber starken Rauch veranlasst und da-her beim Grubenbetrieb nicht verwendbar ist; hier wird ein Thon-überzug gegeben, der beim Abbrennen des Zünders völlig geruchlosverbrennt , für feuchte Gesteinsarbeit wird der Zünder mit Firnissüberzogen, welcher gleichfalls geruchlos brennen soll, wogegen fürArbeiten unter Wasser eine Guttaperchahülle dient, welche da, wo derZünder Beschädigungen ausgesetzt ist, noch mit Draht übersponnenwird. Die ausgestellten Exemplare der verschiedenen Zündschnurensind ohne Pulverseele, doch zeigten angestellte Versuche mit wirklichenPräparaten die gute Brauchbarkeit derselben. — Aehnliche Zündschnüre,deren grösseren oder geringeren Werth nur die Erfahrung feststellenkann, haben die Firmen von Louis Schumann zu Riessenstein bei Meis-sen und von Henning & Brückner zu Cölln beiMeissen ausgestellt.
Verschiedene Sicherheitszünder, die von Bickford, von Hawkeund Martin, von Trawniozek liegen in dem Pavillon von Mahler& Echenbacher aus, woselbst auch der elektrischen ZündungAufmerksamkeit geschenkt ist, indem sich daselbst der elektrischeZündapparat von Abel, von Markus, der Reibungszündapparat mitGlasscheiben und Glascondensator u. a. m., in Bezug auf welche auf dieLiteratur verwiesen wird, finden. Die Aussteller geben dem Reibungs-zündapparat von Bornhardt in Braunschweig den Vorzug, weil erlange in Grubenfeuchtigkeit erhalten werden kann, ohne einer Unter-suchung und Wiederingangsetzung über Tage zu bedürfen, was beidem grossem Th eil der genannten Zündmaschinen der Fall ist.