Druckschrift 
1 (1874)
Entstehung
Seite
36
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3G Gruppe I. Section I. A. Bergbau.

pressionsmaschine von Klinkenberg in Burtscheid ausgestellt, ist gleich-falls bekannt; sie ist leicht und bequem zu handhaben, ruht auf einemStativgestell und ist durch Universalgelenk im^Stativ geeignet in jederRichtung zu bohren; sie würde sich sehr gut für die Arbeiten in derGrube eignen, wenn nicht die Erfahrung lehrte, dass ein regelmässigesUmsetzen des Bohrers schwer zu erreichen ist. Der Vorschub des Boh-rers muss durch den Arbeiter regulirt werden. Von grosser Bedeu-tung scheint die Maschine von Burleigh zu werden, welche im Pa-villon von Mahler und Eschenbacher ausgestellt war und vor denAugen der Jury in Thätigkeit gesetzt wurde. Sie zeichnet s'ich durchbesondere Einfachheit der Steuerung aus, doch muss bei ihr die Vor-schiebung des Meisseis durch die Hand des Arbeiters erfolgen. DerEffect der durch comprimirte Luft von drei Atmosphären Ueberdruckbetriebenen Maschine ist ein sehr vollkommener, indem 4 Zoll in derMinute im festen Granit gebohrt wurden. Zur Benutzung beim Schacht-abteufen, d. h. zum Abwärtsbohren wird die Maschine in ein stativ-artiges Gestell eingesetzt, für den Querschlagsbetrieb dagegen in einsäulenartiges, mit drei Füssen versehenes Gestell; beide Gestelle sindmit Universalmuffen versehen, welche jede beliebige Stellung der Ma-schine zulassen, so dass jeder Punkt des Ortsstosses bequem mit demMeissei erreicht werden kann. Bemerkenswerth ist noch, dass als Boh-rer ein Kreuzmeis^el angewendet wird, bei welchem die Schneiden nichtwie gewöhnlich rechtwinklig, sondern stumpfwinklig gegen einanderstehen. Eine Maschine nach dem System von Burleigh fand sichauch unter den Producten der MaschinenactiengesellschaftMotala inSchweden. Sehr handlich und bequem für den Grubenbetrieb zeigtesich die von Whitney Partners in Leeds ausgestellte Bohrma-schine, the Power Jumper genannt, welche Aehnlichkeit mit der Ma-schine von Sachs hat, aber eine einfachere Steuerung besitzt unddurch den Arbeiter vorgeschoben werden muss. Sie ist auf einemeisernen Stativ mit zweckmässigem Gelenkstück befestigt, welches ge-stattet, dass den Bohrlöchern in einfacher Weise jede beliebige Rich-tung gegeben werden kann. Die Maschine wird vielfach auf den Saar-brücker Gruben benutzt. Endlich ist die belgische Maschine vonDubois und Frangois zu erwähnen, welche, wie die Maschine vonSommeiller, in der Maschinenfabrik zu Seraing bei Lüttieh hergestelltist. Die besondere Steuermaschine von Sommeiller, welche dieseschwerfällig macht, ist hier in Wegfall gekommen, der Vorschub wirddurch den Arbeiter bewirkt, während die Bewegung des Steuerschie-bers und die Umdrehung des Bohrers von zwei in einem besondernCylinder luftdicht eingepassten Kolben hergeleitet werden. Die Ma-schine steht auf den belgischen Gruben mehrfach in Anwendung undhat auch bei der Concurrenz für den Betrieb des Gotthard-Tunnels denVorzug erhalten. Auf dem Wagengestell sind mehrere Maschinen, 2 bis 4,