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1 (1874)
Entstehung
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Gewinnung nutzbarer Mineralien. Gezälie etc. 35

bräuchlichen Gezähe von dem k. k. österreichischen Finanzministeriumim Pavillon des Ackerbauministeriums zusammengestellt und findensich vereinzelt auch an anderen Orten.

In der Kärnthner Ausstellung hängt eine Zeichnung, welche dasSchlänkerbohren, d. i. das Bohren von unten nach oben, veranschau-licht. Als Bohrer wird ein 1 Zoll starker Kronenbohrer, als Fäustelein 2'bis 2 1 /< i Pfand schwerer, mit elastischem Stiel (krummer Fichten-ast) versehener Hammer angewendet und mit diesem der Schlag schwin-gend von unten nach oben geführt; es ist einleuchtend, dass dieseArt zu bohren nur in Ueberbrechen, für Firsten- und Strossenlöcher,nicht aber in Sohlenlöchern anwendbar ist. Nicht empfehlenswerthist diese Bohrmethode bei drüsigem oder ungeschichtetem Gestein, da-gegen von sehr guter Wirkung in sehr kurzklüftigem, dem Arbeiterabfallenden Gestein. Der Effect ist im Vergleich zu dem gewöhnlichenHandbohren ein sehr bedeutender.

2. Bohrmaschinen.

a. Stossendes Bohren.

Maschinen zum stossenden Bohren sind zwar mehrfach vorhanden,doch bieten die ausgestellten Exemplare wesentlich Neues nicht. Indem Mont-Cenis-Tunnel, von welchem sich eine naturgetreue Nachah-mung in der italienischen Abtheilung vorfindet, hat die Maschine vonSommeiller Platz gefunden; dieselbe ist wegen ihrer Schwere und Langefür den Grubenbetrieb nicht geeignet und gestattet auch nur Löcherin horizontaler und schwach geneigter Richtung zu bohren, so dass siebeim Abteufen von Schächten gar nicht verwendbar wäre. Die Ma-schine ist besonders dadurch schwerfällig, dass zu ihrer Steuerung, d. h.zur Zuführung der comprimirten Luft auf den Arbeitskolben, zum Um-setzen und Vorschieben des Bohrers, eine eigene kleine Steuermaschiueangebracht ist, welche wie eine vollständige Dampfmaschine construirtist. Die bekannte Maschine von Sachs ist durch die Maschinenbau-Actiengesell schaftHumboldt (Sievers u. Comp.) zu Kalk beiDeutzin zwei Exemplaren ausgestellt, die grössere zum Bohren von Löchernbis zu 26 Zoll Tiefe, die kleinere für Löcher bis 19 Zoll Tiefe; die Ma-schine zeichnet sich deshalb vor anderen aus, weil sie das Vorrückendes Bohrers selbstthätig bewirkt. Die Maschinenfabrik hat zwei Ge-stelle vorgeführt: das eine ein Stativ, welchem durch ein angehängtesGewicht Festigkeit gegeben wird, zum Bohren in abwärts gehender Rich-tung beim Schachtabteufen; das andere ein Wagengestell zum Fortbe-wegen in Strecken. Beide sind mit Universalmuffen versehen, so dassder Maschine und somit dem Bohrer jede beliebige Richtung gegebenwerden kann. Die Maschine von Osterkamp, der Collectivaiisstel-lung des Aachen-Eifeler Bezirks eingereiht, auch mit einer Luftcom-

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