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1 (1874)
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Gruppe I. Section I. A. Bergbau.

bracht wird. Die Gesellschaft für Bohrung von Brunnen zuAalborg hat einen ganz ähnlichen Apjsarat, aber ohne die theuerenDiamanten, zur Anwendung gebracht und zum Beweise der erlangtenResultate Sandsteine, Granite mit Löchern von einigen Zollen Tiefe mitzugehörigen Bohrkernen zur Ausstellung gebracht, leider es aber ver-säumt, den vollständigen Apparat zur Stelle zu bringen. Es scheintder untere Röhrentheil, ein kupfernes Rohr, bei der Rotirung das Agenszu sein, welches die Vertiefung bewirkt. Das Ganze entspricht demschon 1846 vonFauvelle in Paris angegebenen Verfahren und hat dengrossen Vorzug, dass das Löffeln ganz erübrigt wird. Es scheint aber,als ob das Diamantbohren nur in festem Gebirge, das Aalborger Ver-fahren nur in weichem Gebirge, wie das Kreidegebirge in Dänemark,mit Erfolg anwendbar ist, obwohl das letztere auch für feste Gesteineempfohlen wird: in unmittelbarer Nähe von Aalborg in Dänemark hatman binnen 62 Tagen die bedeutende Tiefe von 1206 Fuss erreicht.Beide Verfahren haben den Nachtheil, dass sie bis jetzt wenigstens nureinen geringen Durchmesser gestatten, dass sie bei nachfallenden Bohr-lochswänden überhaupt nicht anwendbar sind und dass, sobald in demBohrloche ein oder mehrere aufsteigende Wasserströme erbohrt sind, daseingepresste Wasser zwar den Bohrschmand von der Sohle hebt, abernicht zu Tage bringt, so dass sich der Bohrapparat alsbald vollständigeinklemmen kann. Jedenfalls verdient das Verfahren die regste Beach-tung, da für das oben bezeichnete 1206 Fuss tiefe Loch bei Aalborg,welches allerdings nur zwei Zoll Durchmesser hatte, der Apparat nur375 Thlr., die ganze Arbeit nur 1500 Thlr. kostete.

Ueber die vielfachen Bohrungen nach Steinsalz in Preussen, na-mentlich zu Schönebeck, Stassfurt, Artern, Neusalzwerk, Segeberg, Inow-raclaw u. s. w. ist in der deutschen Abtheilung ein Tableau aufgehängt,welches die Profile und Tiefen der Bohrlöcher darstellt; das Bohrlochvon Sperenberg, mit welchem man überhaupt am tiefsten in die End-rinde eingedrungen ist, nämlich 1269 m tief, fehlt dabei nicht.

IV. Gewinnung der nutzbaren Mineralien. Gezähe,Bohr- und Schrämmaschinen. Schiessarbeit.

1. Gezähe.

Unter den' ausgestellten Gezähstücken findet sich nichts besondersErwähnenswerthes oder Neues, was nicht schon durch die Literaturbekannt wäre. Eine Sammlung solcher beim Grubenbau benutzter Ge-zähe aller Art sind in der belgischen Ausstellung von Arnould undvon der Gesellschaft du Hasard, darunter die dem belgischenSteinkohlenbergbau eigentümliche Doppelkeilhaue (rivailine), fernerdie bei der Salzgewinnung auf den österreichischen Salzwerken ge-