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Specialkarten, .Profile, Modelle etc.
verschiedene Zwecke, jene Anschsauung des Beobachteten, diese Zusam-menstellung des aus dieser Anschauung gewonnenen Resultates, überdie genetische Gestaltung der Lagerstätten bezwecken; er nennt jeneohjective Datenkarten, diese Combinationskarten mit subjectivem Cha-rakter. Wo er Farben zur Darstellung der Gesteinsverhältnisse anwen-det, hält er diese in lichter Schraffur, damit darunter die aufgeschlos-senen und kartirten Lagerstätten sichtbar bleiben. In Belgien istman beschäftigt, eine Generalkarte der Steinkohlenablagerungen unterLeitung des Generaldirectors Jules vanScherpenzeel-Thim an-zufertigen. Derselbe weist nach, wie irrationell es sei, durch Zusam-menfügung der einzelnen Grubenbilder, welche nicht gleichmässigorientirt sind, ein Uebersichtsbild zu schaffen, deshalb schliessen sichseine Arbeiten gleichfalls an die Triangulationen des Generalstabes, welchedurch locale Messungen ergänzt werden; unabhängig von den Gruben-bildern werden ganz regelmässig von 100 zu 100 Meter parallel demMeridian von Brüssel Durchschnitte durch die Flötzablagerungen ge-legt und aus diesen ein genaues Bild auf einen bestimmten Horizont ge-wonnen, welches gestattet, die einzelnen Flötze zu verfolgen und nachihrer Beschaffenheit und ihrem Nebengestein zu identificiren. Ein Pro-beblatt als Resultat dieser Aufnahmen findet sich in der belgischenAusstellungsabtheilung.
Durch Modelle einzelne Lagerstätten oder Flötzgruppen zu ver-sinnbildlichen ist mehrfach mit Glück versucht. In der deutschenAusstellung findet sich das Modell der Altendorfer Steinkohlen-mulde in Westfalen, welche ein getreues Bild von der mannigfachenFaltenbildung der westfälischen Steinkohlenflötze liefert, während dasModell von den Steinlcohlenflötzen des Wurmreviers bei Aa-chen eine klare Anschauung von den so genannten Platten und Rechtender dortigen Ablagerung, welche sich in gleicher Gestalt in Belgienwiederholt, gestattet. Das erste Modell ist plastisch dargestellt mit ab-gehobenem Deckgebirge, so dass das Flötz in natürlicher Gestaltungerscheint, das andere besteht aus neben einander aufgehängten Glas-tafeln, auf welchen die verschiedenen Flötze mit verschiedenen Farbenverzeichnet sind, so dass sich deren Fallen und Streichen durch denganzen Modellkörper verfolgen lässt. Als eine ganz vorzügliche Lei-stung ist hier hervorzuheben das Modell von dem Eisenerzbergebei Eisenerz in Steiermark, welcher das ausgezeichnete Schmelz-material für die Hochöfen der Innerberger Ilauptgewerkschaft, der Vorder-berger Hauptgewerkschaft und der steierischen Eisenindustriegesellschafthergiebt: die Eisenmasse in einer Mächtigkeit von 30 Klaftern (Spatheisen-stein mit einem Ausbringen von 48 bis 50 Procent im gerösteten Zu-stande) liegt auf grüner Grauwacke, das Eisenlager ist mit zum Theil eisen-schüssigen Kalkschichten durchzogen. Das Modell von Prof. Allgayerund Joh. Wippel imMaassstabe von 1 Zoll zu 20 Klafter gefertigt, ist