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Gruppe II. Forst- und Landwirthschaft.
Die Namen der Hölzer waren zwar japanesisch geschrieben, doch hat-ten eingeborene Botaniker sich auch die lateinischen Bezeichnungen zuverschaffen gewusst. Von Coniferen waren vorhanden: Thujopsis dolöbratavar., Taxus japonica, Poäocarpus, Pinus Komiensis, Scuulopitys vcrticü-lata, Cliamaecyparis obtusa var., Juniperus japonicus, Salisburia glauca,Torreya nucifcra, Cryptomcria japonica; ferner andere Gehölze: Quercuscuspidata und dentata, Jasminuni liumile, Aucuba, Andromeda sp., Dios-coraea japonica, Thea var. Japan, Osmanthus fragrans var., Ardisia var.Spiraca, Mosa, Celtis sinensis, Camcllia Sasanqua, Citrus jap. var, fructuelliptico, Prunus japonicus, Jasminum praecox, Planera cuspidata,Pyriis spectabUis var., Hex crenata und macrophylla, Cerasus Sieboldii,Cornus ofßcinalis, Punica granatum jap., Asarum Tkunbergü, Furyajaponica, Corylus heterophylla, Mambusa nigra, Clematis florida var.
In einem kleinen Teich waren Sagittaria, unsere bekannte Menyan-thes trifoliata, Alisma und Acorus aromaticus.
Aus der Familie der Marren bemerkte man folgende Genera:Nephrolepis, Aspidium, Adianthum, Lomaria,I)avallia, Osmunda, Poly-podium, Onoclea, Pteris und Blechnum. Auch einige Erdorchideenwaren vorhanden.
Der grossen Menge der Besucher gefielen die Lilien, von denenetwa dreissig Varietäten und Species gezeigt wurden, am besten.
Wenn übrigens die japanesischen Hand eisgärtner immer solchePreise erzielten, wie sie ihnen hier von Liebhabern der Pflanzen gege-ben wurden, so würden sie eins der einträglichsten Gewerbe betreiben.
Ehe wir zur Besprechung des anderen Theiles der bildenden Gar-tenkunst , der ausgestellten Pläne und Entwürfe für Gartenanlagenübergehen, möchten wir noch eines Gegenstandes der Ausstellung inaller Kürze Erwähnung thun, der für den Landschaftsgärtner von höch-stem Interesse war. Es sind dies die riesigen Baumstämme, die ausden ungarischen Staatsforsten nach Wien gebracht worden waren.Stämme von Pinus, Abies, Populus, Fagus, Quercus von so ungeheurenDimensionen, dass man es kaum für möglich hält, noch solche Exem-plare in Europa zu finden, und die uns eine Ahnung gaben von derwilden Schönheit der Gegenden, aus denen sie gekommen. Als einBeispiel von noch wirklich existirendem Urwalde waren aus den Wäl-dern des Fürsten Schwarzenberg Stücke Bodens vor seinem Pavillonausgestellt, auf denen sich auf umgestürzten, vermodernden Rie’sen neue,junge Bäume entfalteten.
Auch Brasilien hatte eine Probe seines Waldwuchses gegebendurch die Aufstellung eines riesigen Stammes von Araucaria brasilien-sis, an dessen Gipfel noch Aeste mit Früchten befindlich waren, wäh-rend der dunkelbraune Stamm nur die Narben der mit der Zeit abge-storbenen zeigte.