Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
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903
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B. Lanclwirtliscliaft. XII. I)er Gartenbau.

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Pläne zur Herstellung von landschaftlichen Gruppirungen undBildern waren aus vier Ländern zur Ausstellung gebracht worden. Siewaren in den verschiedenen Agriculturhallen vertheilt: einige vonihnen wurden auch auf den temporären Ausstellungen des Gartenbauesgezeigt.

Aus Deutschland müssen zunächst die Entwürfe für Verschönerungvon Landsitzen und die dazu gehörigen Aquarelle des königl. Ober-gärtners G. Eichler, Lehrers an der königl. Gärtnerlehranstalt in Sans-souci bei Potsdam, erwähnt werden. Sie waren sowohl in Bezug aufdie Sauberkeit dei' Zeichnung, wie auf die geschickte Grnppirung derPflanzungen und der Blumenparterres die besten. Die mit dem Pinselgezeichneten, aus der Vogelperspective gesehenen Gehölzgruppen warenso fein ausgeführt, dass man die Geschicklichkeit sowohl wie den Fleissdes Künstlers sehr anerkennen muss; doch kann man wohl nicht aufeine allgemeine Einführung dieses viele Mühe und wohl auch viel Zeiterfordernden Verfahrens rechnen. Die Ideen aber zu einer ästhetischschönen Schöpfung, wie sie in diesen Plänen Ausdruck gefunden haben,sind gewiss für Viele sehr belehrend gewesen. Nxir an einzelnen Stel-len hätte wohl eine allzuhäufige Zerreissung der zusammengehörigenBaumpartien vermieden werden können.

Von grosser Bedeutung für die Ausbildung der Gartenkünstleraber sind die alsStudien für den Landschaftsgärtner bezeichnetenAquarelle dieses Ausstellers gewesen. Die Fähigkeit, Partien, die mitdem ewig ändernden Material von lebenden Pflanzen in Wirklichkeitgeschaffen werden sollen, schon vor ihrer Vollendung durch den Pinseldärzustellen, diese Fähigkeit ist nicht hoch genug zu schätzen zurHervorbringung von tüchtigen Leistungen des Gärtners. Als in derAbsicht ausgestellt, diesen Anschauungen weite Verbreitung zu ver-schaffen, verdienen fiie Aquarelle die vollste Anerkennung.

Drei Garteppläne von Max Bertram aus Blasewitz bei Dres-den, fielen weder durch Sauberkeit der Zeichnung noch durch her-vorragende Ideen beim Entwerfen auf, und entsprachen gerade dengewöhnlichen Ansprüchen an einen kleinen Garten, während ein vonB. F. Ehrenbaum in Berlin eingesendeter Plan für eine grössere An-lage mit Brücken, Felsp>artien, Wasserfällen u. s. w. verrieth, dass derAussteller offenbar mehr leisten wollte, als seine Mittel erlauben.

Mit den Plänen des zuerst genannten Landschaftsgärtners in Bezugauf darin zu Tage tretenden Geschmack und Wissen auf derselbenStufe stehend waren die der Handelsgärtner Neher & Mertens inSchaffhausen in der Schweiz. Es waren dies ein Entwurf für das Land-gut eines Privatmannes in Winterthur und ein Project und Arbeitsplanfür den Alexandrapark in Manchester, der zeigte, dass die Zeichnervertraut sind mit den Anforderungen, die an ein solches, für das Wohl-