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2 (1874)
Entstehung
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896
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Gruppe II. Forst- und Landwirtschaft.

schaumig gebracht, nämlich die, auf einem kleinen Kaum durch ge-schmackvolle Gruppirung, durch geschickte Auswahl eines guten Mate-rials für Pflanzen und Decoriren und durch saubere Unterhaltung desGeschaffenen ein schönes Ganzes darzustellen, das in dem, der es be-trachtet, das Gefühl der Behaglichkeit und der Ruhe hervorruft.

Die Pläne zu diesen Anlagen, die den Hof des Pavillons der deut-schen Fürsten, den des deutschen Yersammlungshauses und schliesslichden Raum innerhalb der. grossen Annexgebäude des Deutschen Reicheszwischen dem Nordportale der Rotunde und dein südlichen Hauptein-gange der Maschinenhalle umfassten, waren von dem königlichen Hof-gartendirector Jühlke und dem Gartendirector der Stadt BerlinG. Meyer entworfen und vom königl.Obergärtner Walter ausgeführt,dem zugleich die Instandhaltung der Gärten während der ganzen Zeitder Ausstellung oblag. Während der zuletzt erwähnte Theil der deut-schen Anlagen dazu" dienen musste, den Fuss der Annexgebäude mitgrünen Gesträuchen zu bekleiden und die von geraden Wegen durch-schnittenen Rasenflächen mehr oder weniger regelmässig mit Coniferen-gruppen, Blattpflanzen und Blumenbeeten besetzt wurden, so war inden beiden Höfen eine in natürlichem Style ausgeführte Anlage ge-macht worden. Nur die Theile unmittelbar um die Pavillons schlossensich mit geraden Linien und Ecken den Formen der Gebäude an. Diekahlen Mauern der Gallerien waren durch ungemein gut gedeihendeGehölzpflanzungen bedeckt. Die Rasenflächen, aus Samen von E. Boese& Co. in Berlin, waren so vortrefflich, das Arrangement der Blumen-beete nach Form wie nach Vertheilung der Farben so ausgezeichnetund die Bepflanzung mit Gehölzen eine so geschmackvolle, dass derdeutsche Fürstengarten einer der schönsten und angenehmsten Plätzedes ganzen Weltausstellungsrayons war. Fortwährend in Flor stehenderemontirende und Monatsrosen von demGartenbauver ein in Trier undvon R. Lauche in Abt-Naundorf bei Leipzig, der Besitzung des Prof.Dr. Fr ege, gaben in Verein mit den wechselnden Pflanzen, die mitihren Blüthen die Basis des Pavillons und die Kübel der Lorbeerbäumeschmückten, dem Garten stets ein heiteres Aussehen.

Die Anwendung von Lorbeerbäumen in diesem Garten war sicherein sehr geschickter Griff der Künstler. Denn welcher Baum wärewohl würdiger, den Ruheplatz des Deutschen Kaisers zu umgeben, alsder Lorbeer!

Gesichtspunkte wie diese, die zur Wahl der Lorbeerbäume veran-lasst haben, müssen ja dem Landschaftsgärtner immer bei dem Durch-denken seines Planes vorschweben. Wenn auch nur Wenigen aus dergrossen Menge der Beschauer der Grund klar werden wird, warumihnen dann gerade dieser Gegenstand an dieser Stelle so sehr gefällt,so empfinden sie doch unwillkürlich die zweckmässige Schönheit des-selben. Thatsache ist, dass die hier aufgestellten Lorbeerbäume, von