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2 (1874)
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891
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R Landwirtlischaft. XI. Die Schweine.

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3. Schweine der grossen weissen Racen.

Die besten Thiere dieser gut vertretenen Race hatten ausgestelltDuckering & Sons, Northorpe, Lincolnshire, und Dickhelm ausPreussen. Beide Zuchten sind als vorzüglich bekannt, die erstere alsdie des schweren Lincoln Schweines, die andere durch die Ver-mischung des schweren York shire-mit dem schweren Suffolk Schweine.Die ausgestellten Exemplare Hessen in den Formen und in dem Gewichtedes Körpers kaum zu wünschen übrig; für die Länge ihres Körpersboten die Buchten, in welchen sie sich befanden, kaum den nöthigenRaum, während das Gewicht nach der Schätzung zwischen 400 und 450Kg schwanken konnte. Beide Zuchten erhielten die Verdienstmedaille.Duckering ist ein berühmter Schweinezüchter und hat für aus-gestellte Thiere seiner Zucht bereits eine grosse Zahl von Preisen aufden Thierschauen in England und Deutschland davongetragen.

Die Schweine dieser grossen Zucht geben die grossen Eleischmassenfür die arbeitende Bevölkerung der grossen und volkreichen Städte.Um das Bedürfniss nach einer wohlfeilen Fleischnahrung zu befriedi-gen, sind dieselben auch besonders geeignet, weil sie die Fleisch- undFettmassen, die für diesen Zweck nothwendig sind, wohlfeiler hersteilenlassen, als dies durch kleinere Racen möglich ist. Bei diesen kann einegleiche Ablagerung von Fett nicht stattfinden, weil sie als Fleisch-schweine schon gemästet werden, bevor die Entwickelung des Körpersbeendet ist. Je weniger dies aber der Fall ist, desto mehr wird dieAblagerung von Fett durch die noch fortdauernde Bildung von Muskel-substanz beeinträchtigt, während diese in ihrem jugendlichen Zustandeaber ein zartes, feinfaseriges und leicht verdauliches Fleisch liefert, dasbesonders von der wohlhabenden Classe der Bevölkerung in den Städ-ten stark gekauft und hoch bezahlt wird. Die Schweine der schwerenRacen werden dagegen später gemästet, nachdem die künstliche Ent-wickelung vollendet ist und eine Neubildung von Muskelfaser nichtmehr stattfindet, es wird bei der Mästung dann vorzugsweise Fett ge-bildet, das alle Gewebsräume ausfüllt und zwischen den Muskelfasernsich ablagert. Völlig ausgemästete Thiere erreichen ein Gewicht von400 bis 500 Kg und geben beim Schlachten wenig Abfälle, weil derKörper fast eine Fett- und Fleischmasse bildet; das Fleisch ist aberweniger wohlschmeckend und verdaulich als das von jungen Thieren,weil die Muskelfaser nach vollendeter Entwickelung stärker im Durch-messer wird und zu sehr mit Fett diirchwachsen ist.

Von Schweinen dieser grossen Race hatte auch Oesterreich. guteExemplare ausgestellt und ist in dieser Beziehung besonders zu nen-nen die Collectivausstellung der k. k. landwirtschaftlichen Ge-sellschaft in Wien, die mit der Fortschrittsmedaille ausgezeichnet