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2 (1874)
Entstehung
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818
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Gruppe II. Forst- und Landwirtliscliaft.

Auch Spanien ist in recht guten aber weniger starken Hänfendurch Escudero & Co. in Zaragosa, Santiago de Aquila in CiudadReal, Jose Forru in Quadalagara und Andere vertreten.

Den italienischen Hänfen zunächst stehen in Bezug auf Weichheitund Feinheit die gerösteten leider zum Theil überrösteten ungarischenHanfe, wie solche in der überaus reichhaltigen und glänzenden unga-rischen Ausstellung vertreten sind.

Die ausgestellten Proben gaben überhaupt Zeugniss dafür, dass,wie der Flachsbau in Schlesien, so hier der Hanfbau eine beliebteCultur des Grossgrundbesitzers mit allen seinen reichen Hilfsmittelngeworden ist, und dessen Anbau und Zubereitung auf durchaus ratio-neller Grundlage beruht.

Anerkennenswerth sind die Sammlungen von rohen und gehechel-ten Hänfen der Grafen Otto und Rudolph Choteck zu Futack miteiner jährlichen Anbaufläche von 1400 Joch (805'8Ila); berühmt durchvorzügliche Hechelung.

Yon höchstem Interesse ist die grossartige Sammlung von rohenund geschwungenen Hänfen der Hanffabrik Marie Hurz in Pa-lanka, welche nach dem System von Leoni & Coblenz die Hanfe inStengeln ankauft und durch von ihrem Director Johann Narbutheigends construirte, ganz vorzüglich arbeitende Brechmaschine mit undohne vorhergegangener Röste bricht, und die gewonnenen Faserntheils mit theils ohne nachfolgende Auslaugung in den Handel bringt.

Die Jahresproduktion dieses Etablissements wird auf 13 000 Ctr.Rohstoff angegeben.

Gute Hanfe in reicher Sammlung haben ferner ausgestellt die Hanf-fabrik zu Albertsdorf, Besitzer Erzherzog Albrecht, mit einer Jahres-production von 3000 Ctr., und die Hanffabrik von Joh. Adamo-wich in Copin, während die Hanfhecheleifabrik zu Apathin vonAdolph Kaufmann in ihrem grossen Sortiment gehechelter Hanfeihren wohlverdienten Ruf als vorzügliche Hechelanstalt wiederholt be-währt hat.

Der grossartigen Production und deren Verarbeitung ist auch derHandel gefolgt, wie solcher vorzugsweise durch die reichhaltigen undschönen Collectionen inRohhanfen durch die Grosshändler Jakob Birn-baum in Pest und Johann Schüler in Apathin zum Ausdruck kam.

Diesen reichhaltigen und glänzenden Gespinnstausstellungen ge-genüber war Frankreich auf der Wiener Weltausstellung im Hinblickauf seinen hervorragenden Hanfbau uur sehr wenig vertreten. Auf-fallend ist die rückgängige Bewegung, welche der französische Hanfbauvon 1840 bis 1862 von 167 148 Ha auf 100 114 Ha erfahren hat.

Die von Pilat de Brebiere und Simon Legrand, ferme dela Rigarderie, ausgestellten rohen und gebrechten Hanfe von grosser