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2 (1874)
Entstehung
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733
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A. Forstwirthscha-ft.

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gend ursprünglich fremd ist, sie wurde erst vor ungefähr 60 bis 70 Jah-ren durch deutsche Forstleute dort angepflanzt, gedeiht aber gut. ImVenetianischen (Cansiglio) fand man noch vor 30 Jahren nicht sel-ten 500-bis 600 jährige Tannen und Fichten von 2 m Durchmesser inBrusthöhe. Die Lärche scheint in den Gebirgen von Toscana, wo sievor 50 Jahren eingeführt wurde, gut zu gedeihen. Die schnellwüchsigsteKiefer Italiens ist Pinus pinea L. (Pignolenkiefer), das eine der ausge-stellten Probestücke stammte aus der bekannten Pineta di Ravenna,einem früher sehr ausgedehnten Waldcomplex auf dem - ebenen Strandedes Adriatischen Meeres, welcher im Winter theilweise überschwemmtist. Die wohl der ganzen europäischen Mittelmeerflora ungehörigeAleppokiefer ( halepensis Mill.) wächst besonders gut in Sieilien aufsteinigem Boden, vorzüglich Kalkboden in der Nähe des Meeres. P. la-ricio P., welche Harz und treffliches Bauholz liefert, weit verbreitet,herrscht auf dem Etna in der Höhenregion von 1500 bis 1700 m, bil-det einen Theil des berühmten Sila-Waldes in den Abruzzen. Die sehrharzreiche P. brutia T. kommt nur in Calabrien vor, ihre eigentlicheHeimath ist der Orient. P. maritima P. ( pinaster S.) ist nicht bloss imsandigen Meeresboden, sondern auch in den Apenninen verbreitet; ihrHolz ist nicht so geschätzt, wie das der allenthalben in Italien gedei-henden P. sylvestris. P. austriaca kommt nur in dem nördlichen Theilder Provinz Udine vor. P. cembra L. vorzüglich in den höchstgelege-nen Partien des Staatsforstes Somadida in Cadore bis 2000 m u. s. w.

Mögen diese des uns zu Gebote stehenden Raumes wegen nursj)ärlich gegebenen Notizen genügen, zu zeigen, dass es Italien wohlverstanden hat, seiner Holzsammlung einen besonderen wissenschaft-lichen und wirthschaftlichen Werth zu verleihen. In einem Lande, wieItalien, welches in Folge vernachlässigter Holzcultur vorzüglich daraufBedacht nehmen muss, den Waldbau zu pflegen, ist es eine der nächst-liegenden, wichtigsten Aufgaben, die Kenntniss aller wirklich möglichen,in Frage kommenden Holzarten zu fördern, weshalb man dafür Sorgeträgt, durch belehrende Sammlungen diese Kenntniss unter den Forst-leuten zu verbreitern

Als eine kleine Ergänzung der schönen forstbotanischen, vonder Regierung gelieferten Sammlung sei noch einer Sammlung vonZapfen exotischer Coniferen gedacht, welche der berühmte königlichePark zu Caserta eingesendet hatte. Namentlich interessant warendie Zapfen von amerikanischen Kiefern, welche sehr gut dort gedeihen(Hamiltoni, Montezumae etc.).

In mehreren Exemplaren war der erste Theil einer officiellen Forst-statistik Italiens ausgestellt, welcher die Verwaltungsorganisation unddie Bewaldungsverhältnisse des ganzen Landes sowie der einzelnen 68Provinzen schildert. Wir entnehmen daraus folgende Notiz: