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2 (1874)
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Gruppe II. Forst- und Lanclwirtlisclial't.

Stieleichenforste. Diese Eiche ( Quercus pedunculata Ehrh.), von denVenetianern Sumpfeiche genannt, macht im Hügellande allmälig derTraubeneiche ( scssiliflora Ehrh., Sal.) und Schwarzeiche (pubescens W.,roburoides Berenger Platz, welche letztere im Venetianischen bis 1000 m,allerdings nur strauchartig, aufsteigt. In Mittelitalien verschwindetdie Traubeneiche, an ihre Stelle treten Schwarz- und Cerreiche ( cerris L.),erstere in der Hügelregion, letztere höher ansteigend bis zur Tannen-region. In Unteritalien bildet in der Ebene Q. farnctto T. reine Be-stände, Qu. Hex B. und coccifera L. treten au die Stelle der Schwarz-eiche. Auf dem M. Baldo im Veronesischen geht Q. ilex bis zu einerHöhe von 1000 m, in Calabrien und Sicilien bis 2000 und 3000 m. Im süd-lichen Italien finden sich namentlich noch Q. esculus L., pseudosubcr S.(in Südfrankreich als occidcntalis bekannt; diese Eiche ist nur in derJugend, etwa bis zum 30. Jahre, immergrün, ältere Bäume verlierenim Herbst das Laub), Qu. suber L. (zur Korkgewinnung benutzt).

Fiatanus orientalis L. und occidentalis L. weit verbreitet. Es 'ist zweifelhaft, ob dieselben in Italien einheimisch sind, doch fand sichin Sicilien schon zur Zeit der Römer ein grosser Platanenwald, vonwelchem noch Ueberreste vorhanden. Gastanca vesca Gr. (sativa Mill.)gedeiht namentlich im Mittelwalde vortrefflich; bei V.allombrosa ein .solcher (980 m Seehöhe) mit Oberständern in sechsmetrigem Abstandund mit 48 jährigem Umtrieb, Unterholz mit 12 jährigem Umtrieb. Ein43 jähriger Oberständer hatte 56 cm Durchmesser in Brusthöhe und 16 mBaumhohe. Bobinia pscndacacia L. längs des Po bis Mantua Beständebilbend; der Samen vernmthlich angeschwemmt. Ainus glutinosa vor-züglich gedeihend in den Lagunen von Venedig, wo sie im 4 jährigenUmtrieb bewirthschaftet wird, dabei nicht selten auf dem Stocke zweiStangen von 8 bis 9 cm Durchmesser liefert; ganz besonders wuchs-haft, wo sich im Marschlande Salz- und Süsswasser mengen.

Die übrigen zahlreichen Laubhölzer übergehend gedenken wir miteinigen Worten noch der Coniferen. Sie sind repräsentrrt durch Abiospedinata DC.; Picea excelsa DC; Larix curopaca DC; Pinus pinca L.,halepcnsis Milk, laricio Poir., brutia Ten., pinaster Sol. ( maritima Poir.),sylvestris L.; austriaca ■ IIöss., uncinata R., muglmä Sc., cembra L.;Jimipems communis L., PlweniciaL.,macrocarpa Sib.; TaxusbaccataG.-,Caprcssus sempervirens L. Die genannten sind mit Ausnahme vielleichtder Cypresse alle in Italien heimisch. Letztere wird namentlich inToscana häufig cultivirt und wächst dort auf den dürresten Halden undSandsteinfelsen, wenn auch langsam, indem sie ihre Wurzel durch dieFelsspalten bis 10 m tief treibt. Taxus, früher häufig in Sardinien,durch die Hirten fast vertilgt, da seine Nadeln dem Vieh tödtlich seinsollen, bildet noch reine Bestände in Unteritalien. Die Weisstannetritt an den nördlichen und nordwestlichen Abhängen der ganzen Apen-ninenkette als dominirender Baum auf, während die Fichte dieser Ge-