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Gruppe II. Forst- und Landwirthschaf't.
Von der gesammten Waldfläche sind
Domainen. 193 801 Ha,
Gemeinde- und Körperschaftswaldungen 2 169 914 „Privat Waldungen. 2 662178 „
Waldfläche überhaupt. 5 025 893 Ha.
Bei einer Gesammtfläche des Königreichs Italien von 28 482 335 Haund bei einer Bevölkerung von 24 273 776 Personen entfallen auf100 Ha des Landes 17'64 Ha Wald und auf 100 Einwohner 20'70 Ha.
Holzproben, namentlich Nutzhölzer, waren von verschiedenen Sei-ten ausgestellt darunter zu nennen namentlich: Die Ausstellungs-commission von Belluno eine reiche Mustersammlung von Handels-hölzern der Provinz; Gebr. Emilio & C es are Bernachi (zwei Grun-besitzer) eine sehr nette Sammlung von Möbelhölzern; AlessandroLocati in Turin Wagnerhölzer; die königliche Realschule zuUdine Hölzer Friauls; Dr. Al Fioretti in Ancona eine ziemlichvollständige Sammlung der Hölzer von Sassoferrato; A. Morettinizu Perugia Hölzer der Provinz Umbrien.
Sumach {Uhus coriaria L.) in Blättern und verarbeitet hattennamentlich geliefert Luigi Zenti, P. Bonomi in Verona, J. Lunar-delli in Vicenza und Gebr.Graziano in Palermo. Letztere Firma ex-portirt jährlich 45000 Sack verarbeitet und 7000 Ballen in Blättern.Der Sumach oder Schmack wird in Sicilien viel gebaut und dienthauptsächlich zur Saffianfabrikation, das Holz von Uhus eottnus (Fiset-oder Fustikholz) wird als „unechtes Brasilholz“ zum Gelb-und Schwarz-färben in den Handel gebracht.
Eine allerdings kaum forstliche, aber bedeutende Nutzung giebtin Italien ein Gras, Polimnia grillus, im gewöhnlichen Leben Galvanogreggio oder Reiswurzel genannt, dessen Wurzeln zu Besen und der-gleichen vielfach verarbeitet werden. Ausgestellt hatten dieses Roh-product und daraus gefertigte Waare namentlich Crema & Urbiniaus Modena, A. Adami aus Treviso, A. Parma aus Treviso, Lelio& Isaia Tedeschi.
5. Spanien.
Bei dem traurigen politischen Zustande Spaniens, welcher zurZeit der Ausstellung herrschte, war es zu bewundern, das dieses Landin Wien so viel leistete, als es wirklich geleistet hat, namentlich inforstlicher Beziehung. Spanien besitzt eine ziemliche Anzahl in Deutsch-land gebildeter und anderer tüchtiger Forstmänner, gegenwärtig imEscurial eine Forstlehranstalt. Vorzüglich hatte nun das forstlicheIngenieur corps (Cuerpo de Ingenieros de Montes) dafür Sorgegetragen, das Heimathland möglichst würdig zu repräsentiren. In 40