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Gruppe XVIII. Bau- u. Civil-Ingenieurwesen.
macken. In wieweit die Wissenschaft gefördert war, oder in wieweitein Nutzen für die Wohlfahrt eines Landes und Volkes erreicht wordenwar, war aus den ausgestellten Gegenständen oft schwer zu erkennen,und mag vielfach nicht ausreichend gewürdigt worden sein. Es liegtdies in der Natur der Sache. Die zu beurtheilenden, Gegenständekonnten selbst nicht herbeigeschafft werden. Mit Ausnahme von ein-zelnen Bautheilen und Bauwerken in der Umgegend von Wien konntennur Photographien ausgeführter Bauwerke, Pläne, Entwürfe und Zeich-nungen, Modelle im kleinen Maassstabe und öfter nur Beschreibungenzur Beurtheilung vorgeführt werden. Durch diese Objecte wurde eingrosses Gebiet der Ingenieurwissenschaft meist nur berührt, und es warvielfach nicht möglich, über die örtlichen Bedingungen und Hindernisse,die Veranlassungen und Zwecke der Bauwerke genügende Aufklärungzu erhalten. Wo dies aber geschehen ist, waren die schriftlichen odergedruckten Erläuterungen und Beschreibungen so umfangreich, dassdie Bewältigung derselben vielfach nicht thunlich war. Der nachste-hende Bericht kann daher auch nur eine Mittheilung der zur Anschauunggebrachten Gegenstände sein, welche durch die Art ihrer Vorführungleicht zu erkennen waren und dadurch das Interesse besonders erregten.Um dabei einen ungefähren Vergleich der Leistungen der verschiedenenLänder möglich zu maehen, sind die Gegenstände nach den üblichenUnterabtheilungen des Strassen- und Eisenbahnbaues gruppirt.
1. Geodätische Arbeiten.
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Das ungarische Finanzministerium hat gegenwärtig dieTriangulation des Landes vollendet, die Katasteraufnahme aber nochnicht. Dasselbe hatte schöne übersichtliche Netzkarten und Kataster-aufnahmen im Maassstabe 1: 2880 ausgestellt.
Die Stadt Pest präsentirte die sehr schön durch den IngenieurHalacsy ausgeführten und auf Glas aufgezogenen Messtischblätter derStadt Pest.
Ebenso hatte die Stadt Graz Triangulirungskarten und Messtisch-blätter von Graz und Umgegend zur Ausstellung gebracht, welche vomIngenieur Wastler ausgeführt sind.
Die Darstellung der Unebenheiten der Erdoberfläche geschiehtgegenwärtig fast allgemein durch Horizontallinien (Schichtenlinien),welche für die Tracirung von Strassen und Eisenbahnen besondersnützlich sind. Aus autographirten Plänen dieser Art hat Lössle inWien Reliefkarten angefertigt, die ausgestellt waren. Der Maassstabist 1: 5000. Es werden dabei die Pläne auf Papier von entsprechenderund gleichmässiger Stärke umgedruckt, nach den verschiedenen