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2 (1874)
Entstehung
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Section II. Wasserbau.

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wird durch eine Kreiselpumpe künstlich entwässert. Besondere Schwie-rigkeit verursachten die Durchführung der Siele unter die bestehendenSchifffahrtscanäle, welche die Stadt durchschneiden, die unterirdischeHerstellung der im Bereich des Wassers liegenden Hauptabführungscanälesowie die Vorrichtungen, welche bei den obwaltenden eigenthümlichenWasserverhältnissen nöthig waren, um bei hohem Stande des Elbwassersdas Eindringen desselben in die Stadt zu verhüten und die an derAbführung der Canalwasser verhinderten Sielen im Nothfalle zu ent-lasten.

Entwässerung von Sümpfen.

Frankreich hat in den letzten Jahren eine grössere Arbeit dieserArt in der Entwässerung der versumpften Landstrecke la Dombe(Departement de lAin) ausgeführt; die betreffenden Zeichnungen undBeschreibung wurden von dem Ministerium der öffentlichen Ar-beiten ausgestellt.

Die dort in grosser Anzahl vorhandenen Teiche sind durch Gräbenzum Theil abgelassen und die Coinmunicationen durch Strassen- undEisenbahnbauten verbessert worden. Der Gesundheitszustand in derganzen ausgedehnten Landstrecke hat sich in Folge der Entwässerungenin sehr vortheilhafter Weise geändert, so dass das Sterblichkeitsverhält-niss, welches früher auf 4 Proc. im Jahre sich erhoben hatte, sich auf25 Proc. ermässigte.

Italien besitzt bekanntlich ausgedehnte und für die Entwickelungdes Landes sehr nachtheilige Sumpfländer und ist mit grosser Kraftans Werk gegangen, dieselbep auszutrocknen. Grosse Erfolge sindbereits errungen, weitere Arbeiten sind vorbereitet und in Aussicht ge-nommen.

Es sind zu erwähnen die Arbeiten in der Nähe von Rom, beiVerona, bei Volturno, in der Campagna vicana bei Neapel,im Thale des Flusses Piccolo bei Brindisi. Hervorzuheben sinddie durch A. Barrarini ausgeführten Entwässerungsanlagen undRegulirung der Gewässer in den toscanischen Sümpfen ander Küste des Mittelmeeres.

Die in Anwendung gekommenen technischen Mittel bestehen: 1. inder Abführung der aus höher gelegenen Gegenden fliessenden Gewässerentweder an den Rändern der Sümpfe oder doch in solcher Weise, dasssie nicht in die Sünpffe eintreten können; 2. in der-Abhaltung allerMeerwasser von denselben; 3. in. der Eröffnung von Entwässerungscanälenmit Gefälle ins Meer; 4. in der Erhöhung der tiefer liegenden Theile derSümpfe durch Colmationen. Die über sehr ausgedehnte Landstrecken

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