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2 (1874)
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244
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244 Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel.

Der Bessemer-Stahl dürfte in Folge seines niedrigen Preises undauch wegen seiner Güte den Tiegelgussstahl als Constructionsmaterialbald ganz verdrängen.

Wenn auch bis jetzt noch einzelne Bahnen den theuren Tiegel-gussstahl vorschreiben, scheint dies doch mehr in der Voraussetzung,dass das Theurere auch das Bessere sein müsse, als auf Grund vonErfahrungen zu geschehen. Für Federn kommt ausserdem noch derBaffinirstahl in Frage.

Nach dem jetzigen Stande der Erfahrungen stehen Federn ausgutem Raffmirstahl denen aus Gussstahl mindestens nicht nach.

Bei den Stoss- und Zugapparaten der Wagen ist der Kampf zwischenSpiralfedern und Kautschuk noch nicht entschieden.

Wenn auch die Dauer der Stahlfedern zweifellos erheblich grösserals die der Gummifedern ist, wird für letztere doch geltend gemacht,dass sie selbst bei ganz ungewöhnlicher Anstrengung immer noch einegewisse den Stoss mildernde Elasticität behalten, wogegen Spiralfedern,sobald sie ganz in einander geschoben sind, nur noch als harte Körperwirken.

Bei den Kasten der Güterwagen ist man mit gutem Erfolg bemüht,diejenigen Verzapfungen zu vermeiden, welche leicht zum Faulen desHolzes Anlass geben. Man construirt die Kastensäulen als Rungen,oder macht sie aus Walzeisen, während die hölzernen Kastenschwellenvielfach durch Eckeisen ersetzt sind.

Der möglichsten Leichtigkeit der Güterwagen ist dabei angemesseneRechnung getragen, so dass bei den bedeckten Güterwagen circa 60 Proc.und bei den offenen Wagen circa 45 Proc. der Tragfähigkeit als Wagen-gewicht im Allgemeinen innegehalten wird.

Die Verwendung ganz eiserner Kohlenwagen gewinnt an Aus-dehnung und einzelne Bahnen haben die Tragfähigkeit solcher vier-rädrigen Wagen bis zu 300 Centner gesteigert, wodurch das Verhältnisszwischen Nettolast und Wagengewicht noch günstiger geworden ist,als es bisher schon war.

Die Anwendung gusseiserner oder schmiedeiserner Bremsbackenin Stelle der hölzernen ist im Fortschreiten begriffen.

Wenn auch das Versuchsstadium dabei noch nicht ganz überwundenist, lassen doch die bisherigen Erfahrungen eine allmähliche allgemeineEinführung derselben als wahrscheinlich erscheinen.

Bei der Construction der Personenwagen ist man lebhaft bemüht,die Unannehmlichkeiten des Reisens möglichst zu vermindern.

In dieser Beziehung ist es vor Allem anzuerkennen, dass die Un-garische Staatsbahn das gute Beispiel giebt, auch den ReisendenIV. Classe Sitze zu gewähren, und es ist nicht zu bezweifeln, dass alle übri-gen Bahnen sich entschliessen werden, diesem Beispiele nachzufolgen. Jeeher es geschieht, desto besser. Die Anbringung von Kautschuk zwischen