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2 (1874)
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243
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Section III. Die Eisenbahntransportmittel.

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I. Eisenbahnwagen.

Das Streben für die Sicherheit des Eisenbahnbetriebes, bedeutendgefördert durch die einheitlichen Vorschriften des Vereins deutscherEisenbahn-Verwaltungen, ist bei allen Wagen irnverkennbar ausgeprägtin der soliden Construction der Untergestelle, welche entweder ganzoder doch in den Langträgern aus Walzeisen hergestellt sind.

Elastische Stoss- und Zugapiparate, Achsen aus Gussstahl, oder wennans Eisen, so doch in angemessener Stärke und richtiger Form, sowiegute durch Gehänge solide mit dem Untergestell verbundene Trag-federn sind allgemein eingeführt.

Bei den Rädern kommen noch sehr verschiedenartige Construc-tionen vor.

In Oesterreich und Ungarn finden die Schalengussräder, nament-'lieh die von Ganz in Ofen, bei Güterwagen noch vielfach Anwendung.Man ist fortdauernd bestrebt, dieselben zu verbessern; ob es jedochgelingen wird, Formen und Fabrikationsmethoden zu finden, durchwelche sie einen gleichen Grad der Sicherheit wie die anderen gebräuch-lichen Räderconstructionen erlangen, muss in Rücksicht auf die demEisenguss eigenthümlichen Eigenschaften, namentlich die sich derBeobachtung völlig entziehenden Spannungen, bezweifelt werden.

Die Holz-Scheibenräder (Mansells Patent etc.), welche' nachwiederholten Erfahrungen beseitigt zu sein schienen, finden, namentlichwohl wegen ihres geräuschlosen Ganges, immer aufs Neue Freunde.

Gefahr ist bei solchen Versuchen nicht zu fürchten, weil die Locke-rung der Holzconstruction sich sehr allmählich einstellt, so dass die recht-zeitige Auswechslung kaum vernachlässigt werden kann.

Die am meisten verbreiteten Räderconstructionen sind die Speichen -räder mit ganz schmiedeisernem Radstern und die Gnssstahlscheiben-räder. Letztere liefern vorzugsweise der Bochumer Verein undKrupp in Essen.

Wahrscheinlich werden auch beide Radconstruetionen neben ein-ander bestehen bleiben.

Bei einigen Bahnen nimmt man zu den Wagen ohne BremsenGussstahlscheibenräder und zu den Wagen mit Bremse Speichenrädermit Reifen aus Puddelstahl oder Eisen, indem man der Erfahrung Rech-nung trägt, dass Gussstahlreifen, auf welche Bremsen wirkten, häufigRisse bekamen.

Bei denjenigen Bahnen, welche nur Speichenräder anwenden, werdenfür die Wagen ohne Bremse meist, und theilweise auch für die Wagenmit Bremse Reifen aus Bessemer-Gussstahl genommen.

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