Druckschrift 
1 (1822)
Entstehung
Seite
355
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er den Lepidokrokit als eine ausgezeichnete Abänderungdes Brauneisensteins betrachtet.

Was nun die Fundorte dieses Fossils betrifft, sokannte Ulliuann (a. a.L.) dasselbe nur vomHollerter-Augim Sayn ischen und zwar vorzüglich von der dazugehörigen Grube Euel, sodann von der zwei Stundenvon Kirchen liegenden Grube Knvrrenberg und imSiegenschen von den Gruben Eisenzech^ und Hirz-horn bei Eiserfeld und alte Birke an der eiser-nen Haard bei Eisern. Seitdem hat es sichnoch a» manchen andern Orten gefunden. Herr Bergmei-ster Schmidt in Siegen hatte die Güte, brieflich unsfolgende Nachrichten darüber mitzutheilen:

Daß der Lepidokrokit ein Eisenorydhydrat seynmüsse, scheint schon mit aus seinem Vorkommen in denDrusen-Räumen der Gange, wo das Wasser bildend«ine Hauptrolle spielte und auf unvcrritzten Lagerstät-ten wahrscheinlich noch fortgespiclt, geschloffen werdenzu können. Der Pyrosidcrit scheint mir auch ein Ei-senorydhydrat zu seyn'); er ist wie der Lepidokrokit neue-rer Bildung, und in Brauneisenstein-Drusen wie diesergebildet worden. Ullmann's Bemerkung S. 317.daß der Lepidokrokit auf der Zeche Alte Birke beiEisern in Verbindung mit etwas faserigem und strah-ligem Graubraunsteinerz, dichtem Schwarzeisenstein undManganocker in Gesellschaft in den Eisensteindruscn vor-komme, ist sehr richtig; noch vor kurzem war dieß der

') Dahin wird er auch von Hausmann (a.a.O. S.2b8.),der ihn unter dkl» alten Namen Rubinglimmer aufflihre,gerechnet.

D. H.