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uöthig ist, seine Leidenschaften zu bezwingen; aber ichgestehe es auch, daß es sehr schwer ist.
Das ist wahr, sagte Miseno; aber es ist auchsehr rühmlich. Je wichtiger die Schlacht, desto größerder Ruhm des Siegers. Große Seelen hatten immereine Freude daran, große Schwierigkeiten zu überwindden, und über das zu triumphiren, was Andern un-möglich schien. Da schmeichelt unsere Eigenliebe ambesten: das zu erreichen, was wenige unterfangen,und was wenigen gelingt. Warum anders ließen dieHeerführer ihre Siegeswagen von ungeheuren Ele-phanten, tapfer» Löwen und »»gezähmten Tigern zie-hen, als um es zu zeigen, daß ihre Tapferkeit, ihreMacht diese Thiere zu bändigen wußten, welche alleübrigen fürchteten. Warum führten sie die besiegtenMonarchen hinter ihren Siegeswagen her? Die be-rühmten Eroberer und die tapfersten Krieger, warumanders, als ihre Macht zu zeigen, die Alles übertraf,was die Welt mächtig und rühmlich nannte. Runwird es der Eigenliebe sehr schmeicheln, über die Lei-denschaften zu siegen, welche selbst jene Feldherrennicht beherrschen konnten, obgleich sie Monarchen undwilde Thiere überwanden; deyn diese bleiben immerdie Sclaven ihrer Leidenschaften. Hier sprang derGesandte vor Freude, umarmte den Grafen, undsagte: Nein, Ihr könnt der Kraft dieser Gründe nichtwiderstehen. Nehmet diesen Rath an; wenn Eueredles Herz Euch zu den großen Gedanken erhebt, Ihr