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sanft bewegte Seele; wenn sie aber heftig sind, so wirdjede Leidenschaft ein Orkan, ein wüthender Sturm.Bei dieser Gelegenheit war der Himmel heiter, MeSruhig, Alles sanft, und vor einem Augenblicke hörteman Donnertöne, sah die zuckenden Blitze, und ver-nahm lautes Getöse; hier liegen einige todt, andereverstümmelt, oder verwundet. Was war das? Eineheftige Leidenschaft, welche im Augenblick in Feuersetzte; und der Schade wird viele Jahre, vielleichtJahrhunderte dauern.
Wer leugnet/ daß die Leidenschaften ein Feuersind- ein nothwendiges Element für daS Leben, dessengemäßige Wärme uns erquickt, dessen Licht uns erhei-tert, dessen Wirkung uns aufmuntert? Wenn es aberzu einer Feuersbrunst wird, wie schrecklich sind dannseine Wirkungen, obgleich nicht in allen Ständengleich. Angenommen, es brenne eine Schäferhütteab, so haut ein Nachbar vier Bäume ab, ein Andererbehaut sie ein wenig, ein Dritter bedeckt sie mit Rei»ser und Stroh, so hat er im Augenblick eine neueHütte , welche vielleicht noch besser ist, als die vorigewar. Wenn aber das Feuer einen Pallast ergreift,wer kann da der Flamme Einhalt thun, und denSchaden verhindern oder sogleich ersetzen.
Die wüthenden Flammen greifen zugleich nachallen Seiten um sich. Hier brennen die kostbarstenHausgeräthe, dort werden Bilder zerbrochen, die Ge-wölbe stürzen ein, und von oben bis unten ist nur
(Th. II.)
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