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einem andern Wege, treibt sein Spiel mit den Sterb«lichen, wie die Kinder, welche mit einander spielen,und dasjenige necken, welchem sie die Augen verbun-den haben. —
Jeder Mensch, meine Freunde, ist ein Rad indiesem wunderbaren Weltgebäude. Wenn einige Rä-der steigen, so fallen andere, und wenn einige lang-sam sich drehen, so gehen andere geschwind. Allesaber spielt in dieser Maschine mit gegenseitiger Ab-hängigkeit. Wenn nun ein Rad so närrisch wäre,daß es sich nicht zur allgemeinen Bewegung der Ma-schine wollte gebrauchen lassen, ohne einen Vorzugüber alle übrigen zu haben, und immer entgegenwirkte, indem es bald stillstände, bald sich wieder her-umwälzte, bald rückwärts, bald vorwärts drehte,seinem eigenen Sinne folgte, so würde dieses narrischeRad nothwendig in tausend Stücken gehen. So gehtes auch dem Herzen, wenn es sich einmal vorgenom-men hat, allen seinen Begierden zu folgen; es seydenn, daß Jemand das Geheimniß hätte, das ganzemenschliche Geschlecht zu bezaubern, so daß alle, sichselbst vergessend, geneigt wären, den Bewegungen desfremden Herzens zu folgen. Wenn dem aber nicht soist, so könnte dieses eigensinnige Herz sich auf eineMenge bitterer Empfindungen bereit halten; denn inso fern jedes der andern seinen eigenen Weg gienge,und sähe, daß alle seine Wünsche vereitelt würden.