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noch lebte; daß solche Gedanken ganz unausführlichwären, worauf Neukasis antwortete, daß die Fürstenganz andere Vorrechte besäßen, als der gemeine Haufen.Wenn der Fürstin« die Person des Grafen gefiele, sogäbe es Beispiele genug, daß die Ehen aufgelöset wür-den; da nämlich ihre Mutter Isabella denAusriedvonToron, ihren ersten Gemahlen, verstoßen, umden Fürsten von Tyrus, Konrad, zu heirathen.Auch hätte Sybilla, Königin» von Jerusalem, den-selben Guido von Lussignan verstoßen, den sienachher zum zweitenmale als Gemahl nahm. Dazuist das Andenken an das, was der König von Frank-reich that, noch neu, da er seine rechtmäßige GattinnMathilde verstieß, und die Tochter des Herzogsvon Aquitanien zur Gemahlin» nahm. Erst vor fünfJahren verstieß der König Johann von England,mit dem Beinamen ohne Land, seine Gemahlin»Hedewig, und vermählte sich mit Jsabella vonAngouleme.
So giebt es immer Vorwände, für die Fürstenein Recht zu finden, wenn sie es durchaus'wollen.
Diese Antwort war dem Gesandten und Misenohöchst mißfällig, dagegen machte sie auf dem Grafeneinen sehr angenehmen Eindruck; so daß jedes Worteine Flamme war, die aus Neukasis Munde her-vorgieng, womit die Furien drei besondere Feuer an-fachten ; im Herzen des Grafen den Ehrgeiz, im Her-zen des Aymars Eifersucht, und intern der Ge-